Thanksgiving Menü Recap 2016

Seit nunmehr 3 Jahren feiern wir mit Freunden Thanksgiving (Der Rückblick für das erste Jahr findet sich hier) - das heißt, so langsam wird es Tradition und die Zubereitung der zentralen Truthahnbrust bringt mich (fast) nicht mehr um den Schlaf. Dieses Jahr war ich sehr zufrieden mit den jeweiligen Gerichten und da ich mir den Tag frei genommen hatte, war es gradezu entspannt.

Kürbissuppe aus dem Automaten - Vegan

Seit August gehört auch unser kleiner Giesinger Haushalt zu den stolzen Besitzern eines Thermomix. Fürderhin liebevoll "der Automat" genannt. Da wir fast täglich einen grünen Smoothie zubereiten, ist der Automat auch immer in Betrieb, allerdings muss ich gestehen, dass ich für "richtiges Kochen" doch lieber meinen Herd und normale Töpfe und Pfannen nutze. Um das etwas zu ändern, habe ich beschlossen, jetzt auch mal öfters und mit Absicht mit dem Thermomix zu kochen.

Leider ist es so, dass in dem Standardkochbuch jetzt nicht viele aufregende und praktische vegane/vegetarische Rezepte enthalten sind (Über Links zu Blogs oder Seiten mit diesem Thema freue ich mich!). Sicher, man kann Standardgerichte schon oft veganisieren, trotzdem fehlte mir bisher die Inspiration. Damit sich das ändert, soll es an dieser Stelle mindestens einmal im Monat ein veganes Thermomix Rezept geben.

Den Anfang macht eine vegane Kürbissuppe.

Vegane Kürbissuppe aus dem Thermomix


Rezept vegane Kürbissuppe


Zutaten

  • 1 kleines Stück Ingwer (ca. 1. Glied vom Daumen)
  • 65 g Zwiebel
  • 10 g Olivenöl
  • 500g Kürbis
  • 1 große Möhre
  • 1/2 TL Paprika rosenscharf
  • 1/2 Tl Currypulver
  • 500g Gemüsebrühe
  • 150g Reismilch
  • Evtl Kürbisöl
Ingwer und Zwiebel schälen, grob würfeln und in den Mixtopf geben, 3 Sekunden bei Stufe 5 mixen. Alles nach unten schieben. Olivenöl zugeben und alles 3 Minuten auf Stufe 2 bei 120 Grad dünsten. Kürbis und Möhre in grobe Stücke teilen (falls nötig beides auch vorher schälen) und 5 Sekunden auf Stufe 5 kleinhacken.

Gewürze und Gemüsebrühe zugeben, alles 15 Minuten bei Stufe 1 und 120 Grad sich selbst überlassen. Danach die Milch zugeben und schrittweise ansteigend bis Stufe 9 ungefähr eine Minute pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig! Zur Kürbissuppe gibt es bei mir immer noch etwas Kürbisöl für den Geschmack und die Deko.

Der neue Mexikaner in Giesing - Die Machete Bar Cantina

Edit: Leider gibt es die Cantina Machete inzwischen nicht mehr

Gemeinsam mit Giesinger Freunden sind wir bemüht, so viele Lokale und Restaurants in Giesing wie möglich zu testen. Auch wenn Giesing sicher nicht das Glockenbachviertel oder Schwabing ist, gibt es doch einige kulinarische Highlights zu entdecken.

Eines der neuesten Highlights, das für mich einen starken "Da-müssen-wir-wieder-hin"Faktor hat, ist die neue Bar & Cantina Machete. Das Machete befindet sich in der Nachbarschaft des ebenfalls kultigen Giesinger Bräu und wurde kürzlich neu eröffnet, in einer Location, die den letzten Vormietern leider nicht viel Glück gebracht zu haben scheint. Hoffen wir, dass die jetzigen Mieter einen längeren Atem haben, das Zeug zum Erfolg haben sie jedenfalls!

Was Mexikaner in München anbelangt, so bin ich mittlerweile etwas vorsichtig geworden. Mal abgesehen von ein paar sehr guten Imbissen sind die meisten Mexikaner, die ich bisher getestet habe, entweder sehr schlecht oder bereits wieder geschlossen (oder beides). Wenn das Essen gut ist, dann ist es meistens die enge Bestuhlung, die mich nicht wiederkehren lässt. Fläche ist in München teuer, ja das stimmt, trotzdem möchte ich nicht mein Abendessen einnehmen, während ich aufpassen muss, mit den Ellenbogen nicht den Wein auf dem Nachbartisch abzuräumen. Aber egal... dieses Problem hat das Machete nicht, die Räume sind angenehm hell und luftig eingeräumt, Kontakt zum Nachbartisch hat man nur, wenn man ihn auch wirklich möchte.

Der Altar zum Dia de los Muertos

Was das Essen anbelangt, so ist ebenfalls nichts auszusetzen. Als Vorspeise probierten wir das Ceviche und als Klassiker Guacamole mit Nachos, beides war frisch und vorzüglich.

Cevice

Bei der Hauptspeise entschied ich mich, im Gegensatz zum Rest der Gruppe, für die vegetarischen Enchiladas. Die waren zwar gut, konnten aber leider nicht mit dem Pulled-Pork (hieß anders, ist aber im Grunde genau das) auf den Nachbartellern konkurieren. Mich überkam heftigster Futterneid, den ich zum Glück durch gelegentliche Gabel-Raubzüge stillen durfte.

Die Getränkekarte sah ebenfalls gut aus, allerdings beließen wir es an diesem Abend beim wohlgekühlten Bier, es war schließlich ein Wochentag.

Fazit: Am vegetarischen Angebot könnte noch etwas geschraubt werden, eventuell sind die Fleischspeisen aber einfach auch so gut, dass da schwer ranzukommen ist. Auf jeden Fall gibt es für das Machete eine klare Empfehlung!

Vegetarische Enchiladas

Les- und Hörstoff fürs Wochenende - Wiesngrippe Edition

Nachdem mir jetzt monatelang das Glück hold war und meine Erkältungsdauerpechsträhne seit Juni letzten Jahres eine Pause machte, hat es mich jetzt natürlich erwischt, nämlich mit der Wiesngrippe. Ok, eigentlich ist es nur eine schwere Erkältung aber Wiesngrippe klingt meiner Meinung nach sehr viel besser und ein bisschen mehr, nun ja, bad-ass!

Nachdem ich seit gestern viel Zeit mit Ausruhen und Tee trinken verbringe, habe ich die Gelegenheit genutzt und mal ein paar Podcasts angehört, die auf meiner immer länger werdenden Playlist darauf warten, entdeckt zu werden. Generell kann ich sagen, dass ich in den letzten Monat echt zum Podcast-Fan geworden bin - früher habe ich bei langen Kochsessions in der Küche noch auf dem Laptop nebenher Serien geschaut, das hat aber meistens zur Folge, dass alles doppelt und dreifach so lange dauert, weil ich halt doch immer mal wieder auf den Bildschirm schaue. Podcasts sind da eine tolle Alternative, weil sie mich zwar in fremde Welten entführen, ich aber nebenher noch machen und tun kann.

Einen tollen Podcast, der etwas länger ist, möchte ich euch heute ans Herz legen: Holger Klein hat für seinen Podcast Wrint den Freibäcker Arnd Erbel aus Dachsbach in Franken besucht. Der Podcast geht zwar über 2,5 Stunden aber man erfährt auch wahnsinnig spannende Dinge aus der Welt des Brotbackens. Es ist einfach wunderbar, jemanden, der sich so mit seinem Fachgebiet auskennt und so für seine Materie brennt, so lange zuhören zu dürfen. Zumal Holger Klein genau die richtigen Fragen stellt, damit auch Anfänger des Brotbackens gut mitkommen. Allen, die gerne gutes Brot essen, kann ich nur empfehlen, ihn sich anzuhören: WR473.

Mich hat es jedenfalls inspiriert, mal wieder etwas tiefer in die Materie des Brotbackens einzutauchen. Derzeit steht mal wieder ein Teig für ein No-Knead-Bread im warmen Bad (Ok, das ist jetzt wirklich die ganz niedrige Einsteigerstufe, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen), nachdem ich bei Anke Gröner nachlesen konnte, wie sie ihres so schön dunkel bekommt.

Sommerrezept: Vegane Gazpacho Suppe

Der Sommer neigt sich langsam schnell dem Ende entgegen, deshalb möchte ich schnell noch die Gelegenheit nutzen, mein neuestes Suppenrezept zu posten: Vegane Gazpacho Suppe (Wie man dem Bild entnehmen kann, habe ich sie durch das Servieren mit Ei und Käse wieder etwas entveganisiert, aber die Suppe selbst ist vegan).

Vor ein paar Jahren bin ich im Herbst 10 Tage durch Südspanien gereist, dort ist mir die Schwester dieser Suppe, Salmorejo, in jeder Tapasbar begegnet, diesen Sommer habe ich nun beschlossen, sie selbst einmal zuzubereiten. Gazpacho ist eine perfekte Sommersuppe, sie wird am besten, wenn sie mit reifen Zutaten frisch zubereitet wird. Gegessen wird sie übrigens kalt!

Die Grundlage für das Rezept war eines von Katharina Seiser, aus "Immer schon vegan", ich habe es aber nach meinem Geschmack noch abgewandelt. Buen provecho



Gazpacho, serviert mit Käse und Ei

Zutaten:

150 g altes Weißbrot (Je mehr man nimmt, desto dickflüssiger wird die Suppe - ich mag meine sehr dickflüssig)
1 kg reife Tomaten
300g Gurken
1 bis 2 kleine, hellgrüne türkische Paprika (Kann man meiner Meinung nach auch weglassen, ich bin aber auch absolut garkein Paprika Fan)
1 Knoblauchzehe, möglichst frisch
2 Tl Salz
4 EL Rotweinessig
100 ml Olivenöl
Pfeffer

Brot in grobe Stücke schneiden, Tomaten grob würfeln und das Brot dann in den Tomaten etwas einweichen. Währenddessen Gurken, Paprika und Knoblauch grob würfeln. Alles zusammen im Standmixer durchmixen, bis eine sehr feine, cremige Konsistenz erreicht ist. 

Der Ehrlichkeit halber muss hier gesagt sein, dass bei mir im Juli ein "Wundermix" Einzug gehalten hat, der mir das Zubereiten solcher Gerichte enorm erleichtert - wenn ich diesen nicht hätte, dann würde ich alles wesentlich kleiner würfeln, das Brot länger in den Tomaten einweichen lassen und der Suppe dann mit dem Zauberstab zu Leibe rücken. 

Öl, Essig und Gewürze zugeben, nochmals kurz mixen. Suppe dann im Kühlschrank gut durchkühlen lassen und servieren.

Lesestoff fürs Wochenende - das Hörspiel "Marienplatz" von Stefan Weigl

Eine weitere Rubrik, die auf meinem Blog etwas eingeschlafen ist. Da mir das Hörspiel "Marienplatz" von Stefan Weigl aus dem Hörspielpool von Bayern 2 aber heute einen vergnüglichen Morgen beschert hat, dehne ich den Begriff "Lesestoff" mal etwas aus und empfehle hier wärmstens erwähntes Hörspiel:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/hoerspiel-und-medienkunst/hoerspielpool302.html

Inhalt: Die Betreiberin des Löwen-Kiosks am Marienplatz macht Inventur und zieht Bilanz über ihr Leben an der Seite eines eisernen 60ger Fans. Nicht nur für eingefleischte Giesinger ein Genuß!


Blogger für Flüchtlinge - Helfen in München Giesing

Eine schöne Aktion, die im Moment viele deutsche Blogs beschäftigt, ist #bloggerfuerfluechtlinge: Hier geht es darum, als Blogger auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik aufmerksam zu machen und die Akzeptanz von Flüchtlingen in der Gesellschaft zu fördern.

Von zahlreichen Auslandsreisen her weiß ich, das wir in Deutschland in einem sehr, sehr privilegierten Land leben: Die politische Lage ist stabil, die Sicherheit von Leben und Eigentum der Bürgerinnen und Bürger ist sehr hoch, wir haben alle Geld, um unsere nächsten Mahlzeiten zu kaufen, unsere Kinder besuchen kostenlose Schulen, in denen ihnen auf hohem Niveau Wissen vermittelt wird. Natürlich gibt es auch bei uns Menschen, denen es nicht so gut geht und von einer idealen Welt sind auch wir noch ein ganzes Stück entfernt - dennoch haben wir meiner Meinung nach als Gesellschaft die Pflicht, denen zu helfen, die aus Ländern zu uns kommen, in denen Bürgerkrieg und Diktatur herrscht, in denen sie keine gesicherte Zukunft für sich und ihre Familie sehen.

Auch vor Giesing macht die Flüchtlingswelle nicht halt: Der Münchner Stadtteil hat schon seit langem einen sehr hohen Anteil an ausländischen Mitbürgern, in der McGraw Kaserne werden seit einiger Zeit Flüchtlinge untergebracht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer helfen möchte, indem er Zeit und/oder Geld spendet, kann dies z.B. bei folgenden Stellen tun:



Zusätzlich zu den von mir genannten Aktionen und Initiativen gibt es noch viele weitere Gelegenheiten in München, zu handeln und zu helfen - informiert euch!

Giesinger Bahnhofsfest - 13.9.2015


Lebenszeichen mit Johannisbeer Ricotta Kuchen

Long time no see, liebe Leser! Umzugs- und umständebedingt ist es zuletzt (*hust*) etwas ruhig gewesen hier. Das heißt aber nicht, dass in Giesing nicht weiterhin gekocht, gebacken und gegessen wird!

Als kleines Rezept zwischendurch (und weil ich ein paarmal danach gefragt worden bin), möchte ich diesen außerordentlich schnellen und leckeren Ricotta Johannisbeer Kuchen verbloggen. Er ist richtig lecker, schön saftig, und auch für Backmuffel wie mich ruck-zuck zu backen, weil unkompliziert. Abgewandelt habe ich ihn von diesem Rezept aus der Zeit.

Zutaten:


1 TL Öl
200g Mehl Typ 550
150g Zucker
3/4 tl Salz
2tl Backpulver
3 Eier
400g Ricotta
1 Vanilleschote
120g Butter
300g Johannisbeeren



Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen, Springform mit Backpapier auslegen und mit Öl einfetten.

Mehl, Zucker, Salz & Backpulver mischen (Perfektionisten können hier auch mal alles durchsieben, damit vor allem Mehl und Backpulver gut gemischt sind.

Vanilleschote aufschneiden und das Mark auskratzen, dieses mit den Eiern und der Ricotta mischen.

Butter währenddessen im aufgewärmten Backofen schmelzen lassen und mit Mehl- und Ricottamischung mischen. 3/4 der Johannisbeeren unterheben. Alles in die Form geben und mit den restlichen Johannisbeeren bestreuen.

Den Kuchen ca. 50 min backen bis er schön angebräunt ist - Fertig!

Rezeptrückblick: (Fast) Vegetarisches Ostermenü 2015

Ohje, ein kurzer Blick in die Blog Timeline beweist es: Der letzte Blogpost wurde am 6. Januar eingestellt. Soviel zu den guten Vorsätzen für 2015...

Die Stille hier auf dem Blog bedeutet aber nicht, dass im Hause Soulfood nichts gekocht wurde - mein Kamerachip ist voll mit Fotos von Rezepten, die ich in den ersten 3 Monaten des Jahres ausprobiert habe und einige haben es auch schon auf meinen Instagram Account geschafft.

Da ich festgestellt habe, dass dieser Blog mir vor allem auch dazu dient, schnell mal ein bereits erprobtes Rezept nachzuschlagen bzw den Link zu einem Rezept zu finden, habe ich mir vorgenommen, den entstandenen Blogstau zumindest teilweise aufzuholen.

Einen ersten Schritt möchte ich gerne mit dem Ostermenü machen, dass ich dieses Jahr am Ostermontag für den Liebsten und Freunde von uns gekocht habe. Das Menü enthielt viele leckere Frühlingszutaten, natürlich auch recht viele Eier (Hier lohnt es sich, in gute Qualität und Eier aus guter Haltung zu investieren) und war, bis auf etwas Lachsreme bei den gefüllten Eiern, vegetarisch.

 

Ostermenü 2015:


1. Gang: Gefärbte und gefüllte Ostereier, nach einem Rezept aus der S-Küche

Fazit: Angeregt von den fantastischen Bildern auf dem Ursprungsblog habe ich die Eier selbst mit roter Beete und Blaukraut eingefärbt, das war relativ aufwendig und das würde ich mir beim nächsten Mal sparen (Sieht eh nie so gut aus wie im Original). Ansonsten waren die Eier sehr, sehr lecker und sind bestimmt nicht zum letzten Mal auf unserem Tisch gelandet. Dazu gab es mein bewährtes und unkompliziertes No-Knead-Bread. Als zusätzlichen Appetizer habe ich Radieschen im Ofen geröstet und mit einem Senf-Dip serviert, das Rezept dazu stammt von Sonnet.


2. Gang: Frühlingsbrotaufstrich mit Vollkornbrot

Fazit: Den Brotaufstrich kenne ich aus dem Buch "Vegetarisch genießen" vom GU Verlag, ein tolles Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Der Brotaufstrich kommt bei uns im Frühling immer mal wieder auf den Tisch.


3. Gang: Frühlingsfrittata mit Bärlauch-Fächerbrot

Fazit: Die Frittata habe ich auf dem Blog Love and Lemons entdeckt und war sofort hin und weg: Mit Spargel, Frühlingszwiebeln, Feta und Mozzarella nur leckere Sachen drin und schaut auch sehr fotogen aus! Auch dieses Gericht gibt es öfters bei uns.
Das Bärlauchbrot habe ich letzte Woche bei den Küchengöttern gesehen, und da ich Bärlauch liebe, musste ich es mal ausprobieren. Das Brot war einfach zuzubereiten, sah sehr gut aus und schmeckte frisch sehr, sehr gut. Am nächsten Tag fand ich persönlich es dann nicht mehr so lecker wie frisch, ich würde es verstärkt für Parties kochen, wenn man davon ausgehen kann, dass es dann auch gleich größtenteils aufgessen wird und nicht so viel übrig bleibt.


4. Gang: Roh-Veganer Carrot Cake

Auf dem Blog Oh, Sophia entdeckte ich dann letzte Woche noch ein Rezept für einen roh-vegangen Carrot Cake, der verdammt gut aussah. Da ich die meisten Zutaten dafür Zuhause hatte (Ja, ich bin ein Food-Nerd und stehe dazu!), wurde er noch spontan am Tag vor dem großen Dinner zubereitet. Einziges Problem: Generell bin ich mit meinem WMF Mixer der Mittelklasse sehr zufrieden, ohne Probleme bereitet er mir seit 2 Jahren meinen täglichen Smoothie zu, hier aber kam er deutlich an seine Grenzen. Ich habe den Kuchenteig dann mit meinem Zauberstab fertig püriert, der allerdings recht heiß wurde und bei dem ich ständig Angst hatte, dass er gleich durchbrennen würde. Der Kuchen selbst wurde aber total lecker und sah auch noch sehr gut aus - sollte demnächst dann doch mal ein Thermomix in meine Küche einziehen, werde ich diesen Kuchen sofort wieder zubereiten!

Er ist auch das einzige Gericht, bei dem ich ans Fotografieren dachte (Das Blaue sind getrocknete Kornblumen zur Dekoration):

Roh-veganer Carrot Cake

Alles in allem ein gutes Menü, das in sich harmonierte, das nicht übermäßig aufwendig war (Bis auf das Eier färben, und das würde ich ja zukünftig weglassen) und das ich jederzeit wieder kochen würde.

Heimatküche - Kochkäs mit Musik

Der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben - ich bin normalerweise nicht so ein Fan der deutschen Hausmannskost (Zumindest nicht in der eigenen Küche). Normalerweise koche ich meistens Asiatisch oder Italienisch angehaucht. In den letzten Monaten hat es aber angefangen, dass ich durchaus beginne, mich auch für typisch deutsche Gerichte zu interessieren.

Eines, das mich schon seit der Kindheit begleitet, dass ich heiß und innig liebe, und das man hier in München leider nicht bekommt, ist der Kochkäse mit Musik. Den gibt es Zuhause in Unterfranken recht oft in Gaststätten und Wirtshäusern als Brotzeit.

Wikipedia definiert den Kochkäse als "ein Sauermilchkäse, der durch die Zugabe von Natron und Erwärmen eine dauerhaft zähflüssige, streichfähige Konsistenz hat." Hm, naja, klingt zugegeben auch nicht sehr sexy. Sieht, zugegebenermaßen, vermutlich auch beim weltbesten Foodstylisten nicht sexy aus. Schmeckt aber, vor allem mit der bereits erwähnten "Musik" absolut fantastisch und macht mit einem guten Bauernbrot eine herrliche Brotzeit.

Rezept Kochkäse mit Musik*

*Wie es so ist mit Hausmannskost, gibt es vermutlich im Unterfränkischen und im Odenwald pro Familie ein "Originalrezept", mit dem der richtige Kochkäs zubereitet wird, deswegen erhebe ich mit meinem Rezept keinerlei Anspruch auf Authenzität. Meine einzige Qualifikation ist, dass ich bereits von Kindesbeinen an Kochkäse in allen möglichen Gasthäusern gegessen habe und das Ergebnis meines Rezeptes für mich gut schmeckt

Die Menge des Rezeptes reicht für 4-5 Personen

- 250g Margarine
- 1 Rolle Handkäse (Harzer Roller)
- 150g Schmelzkäse
- 1 Becher Schmand
- 1 kl. Dose Bärenmarke
- 1 gehäufter tl Kümmel
- 1/2 Teelöffel Natron
 - Essig (Weißweinessig oder Balsamico Bianco)
- Öl (sollte möglichst neutral schmecken, also kein kräftiges Olivenöl)
- 1 Feingehackte Zwiebel

Zuerst bereitet man die "Musik", also eine Art Marinade zu: Etwas Wasser mit Öl und Essig mischen und darin die Zwiebeln mindestens 1 Stunde lang ziehen lassen.

Für den Kochkäse lässt man zuerst die Margarine und den Handkäse in einem kleineren Topf schmelzen - wenn die Masse sämig ist, gibt man die restlichen Zutaten dazu und rührt sie ein. Dann lässt man den Käse etwas abkühlen und serviert ihn zusammen mit der Musik (Ich richte beides immer separat an, damit sich die Gäste selbst die gewünschte Mischung zusammenstellen können) mit einem guten Bauernbrot.

Anbei noch ein Foto, das aber, um bei der Wahrheit zu bleiben, einen Kochkäse im Gasthaus zeigt - er ist leider sehr, sehr unfotogen.

Original Kochkäs mit Musik


Rückblick - Foodprojekte 2014

Das schöne am 01. Januar eines jeden Jahres ist es ja, dass man dort mal mit einem weißen Blatt Papier das Jahr neu starten kann. Man macht gute Vorsätze, überlegt sich neue Projekte, wird sein Leben ändern.

Bevor das alles stattfindet, möchte ich aber nochmal kurz das Jahr 2014 kulinarisch Revue passieren lassen. Ich hatte mir ja mit meinen Foodprojekten 2014 recht viel vorgenommen und wollte über's Jahr 12 Projekte realisieren. Das ist daraus geworden:

  1. Jeden Monat ein neues Rezept zu bloggen - Hier habe ich  9 von 12 geschafft, im letzten Quartal machte dann meine Bloggermotivation schlapp
  2. Sauerkraut selbst herzustellen - Ich habe Kimchi gemacht und finde, das zählt auch

    Kimchi selbstgemacht
  3. Ein Vollkornbrot zu backen - Erledigt :-)

    Selbstgebackenes Vollkornbrot

  4. Einen rohveganen Kuchen zu "backen" - Das habe ich erledigt, und zwar Mango-Kokos Törtchen nach einem Rezept von Nicole Just
  5. Seitan selbst herzustellen - Auch noch offen
  6. Nudeln selbst zu machen - Dito
  7. Pizzateig selbst zu machen - Done :-)

    Selbstgemachte Pizza

  8. Gyoza bzw Jiaozi selbst zu machen - Noch offen
  9. Meine eigene Thai Curry Paste zu mixen - Erledigt
  10. Eine vegane Sichuan Hot & Sour Soup zu kochen (Hängt mir seit meinem Besuch im Zest in Leipzig im Kopf herum) - Offen
  11. Veganen Eiersalat von Björn Moschinski zubereiten (Ich darf garnicht sagen, wie lange das Kala Namak dafür schon in meinem Gewürzschrank liegt) - Auch noch offen
  12. Ziegenkäse selbst einzulegen - Last but not least: Offen
Ich habe also nur 5 von 12 Projekten geschafft - ohje. Deswegen ist 2015 das neue 2014 und ich nehme mir vor, dieses Jahr die noch nicht gemachten Projekte nachzuholen :-)
 

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