Lesestoff fürs Wochenende

Nachdem mich diese Woche eine ziemlich hartnäckige Nebenhöhlenentzündung im Griff gehalten hat (Und wem mache ich was vor, die Woche DAVOR auch schon - so bekomme ich wenigstens das Bonusheftchen von meiner Apotheke voll), hatte ich recht viel Zeit, um im Internet zu surfen und interessanten Geschichen und Rezepte aufzustöbern:

  • Auf dem Bento Lunch Blog gab es einen interessanten Grundsatzartikle zum Thema "Reis im Reiskocher kochen" - zugegebenermaßen besitze ich bereits einen Reiskocher und koche auch öfters Reis damit, allerdings habe ich mir jetzt vorgenommen, zukünftig nicht mehr so faul zu sein und doch mal den Reis vor dem Kochen zu waschen. Ehrlich. 
  • Nicht mehr ganz so neu ist dieser Artikel über Seitan, allerdings bin ich für meine Foodprojekte ja noch auf der Suche nach einem guten Basisrezept, um Seitan herzustellen und die Sachen, die dann mit dem Seitan angestellt werden, sehen auch sehr lecker aus.
  • Fasziniert und neugierig gemacht hat mich das Schland-Eis auf dem S-Küche Blog. Leider ist unser Gefrierfach immer chronisch überbelegt aber vielleicht bin ich ja mal irgendwan erwachsen und besitze sowas wie eine Gefriertruhe...

Foodprojekte 2014 - Selbstgemachte und vegane Thai Curry Paste

Ich bin ein großer Fan der thailändischen Küche. Doch obwohl ich relativ häufig asiatisch koche und auch schon an mehreren (!) Thai-Kochkursen teilgenommen habe, griff ich bisher beim Zubereiten eines Thai-Currys immer auf die bewährten Fertigpasten aus dem Asialaden zurück.

Da Curry Pasten jetzt aber nicht sooooo schwierig herzustellen sind und man bei eigener Herstellung auch sicher sein kann, nicht irgendwelche Zusatzstoffe oder, falls nicht gewünscht, tierische Bestandteile in der Paste zu haben, landete das Projekt Curry Paste auf meiner Projektliste für 2014. Nun bin ich ja mit dieser  Projektliste etwas hinterher, da trifft es sich ganz gut, dass FoodFreak ein Blogevent zu genau diesem Thema ausgerufen hat, ich erschlage hier also mit meiner veganen grünen Thai Curry Paste mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Paste war übrigens "relativ" mild, da der Mann des Hauses nicht sooo viel scharf verträgt.



Zutaten Grüne Curry Paste (Ergibt Paste für ca. 3 Currys)

 

  • 3 mittelgroße grüne Chilischoten
  • 3 kleine grüne Chilischoten (Wer es schärfer mag, nimmt mehr)
  •  1 TL salz
  • die abgeriebene Schale einer (Bio-)Limette
  • 5 kleine Thai Schalotten
  • 1 Zweig Zitronengras, kleingeschnitten
  • 1 daumengroßes Stück frischer Galgantwurzel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 Korianderwurzeln
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriandersamen, geröstet
  • 1 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 10 Pfefferkörner
  • 1 TL Kurkuma

 

Einige der frischen Zutaten für die Curry Paste

Zuerst habe ich die Zutaten vorbereitet: Alles gewaschen, den Knoblauch und die Schalotten geschält, die Limettenschale gerieben und Chilis, Galgant, Zitronengras und Korianderwurzeln kleingeschnitten. Vor allem beim Zitronengras und beim Galgant ist das kleinschneiden recht wichtig, da die sehr hart sind - im unteren Bild sieht man, dass ich diesen Rat nicht befolgt habe, mein Zerkleinerer hatte daraufhin ziemlich zu kämpfen.


Frische Zutaten im Mixer

Danach habe ich zunächst die frischen Zutaten gemixt. Empfindliche tragen hier, da es doch recht viel Chili ist, besser eine Schwimmbrille, falls vorhanden - es ist auf jeden Fall keine gute Idee, nach dem Mixen sofort die Nase an die Paste zu halten. Just saying.


Kochzubehör

Danach habe ich die "trockenen" Zutaten, also Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kurkuma, Koriandersamen und Kreuzkümmel zugegeben und alles so lange gemixt, bis eine schöne grüne Paste entstanden ist.


Grüne Thai Curry Paste im Mixer

Da einzelne Bestandteile relativ hart sind, hat es etwas länger gedauert, bis ich die gewünsche Konsistenz erreicht hatte. Abschmecken ist hier ja, anders als bei Chutneys und anderen Pasten, etwas schwierig, da die Thai Curry Paste ja vor allem eins ist: Scharf. Ich habe aber, wie oben erwähnt, eine etwas weniger scharfe Paste zusammengemixt (Wer sich unsicher ist, sollte erst mit weniger Chilischoten anfangen und sich dann steigern), von daher konnte ich, ganz vorsichtig, die Paste kurz testen.

Fertige Thai Curry Paste

Mit Gemüse, das sich noch im Kühlschrank befand, habe ich dann sofort den ersten Teil der Paste zu einem leckeren Curry verkocht, nach meinem bereits vorgestellten veganen Thai Curry Rezept. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend - nicht zu scharf aber mit sehr intensiven Aromen. Den Rest der Paste habe ich übrigens in kleine Beutel aufgeteilt und eingefroren.


Fertiges Thai Curry


Lesestoff fürs Wochenende

Auch wenn das Wochenende schon fast vorbei ist, habe ich mich entschlossen, eine neue Rubrik einzuführen: Links zu anderen Seiten und Blogartikeln, die mir unter der Woche so unterkommen. Seien wir ehrlich: bei vielen Rezepten denke ich mir "Tolle Sache", sie kommen aber zum Nachkochen eher nicht in Frage, weil sie zu fleischlastig, kompliziert und mit unmöglich zu bekommenden Zutaten ausgestattet sind (Oder, wie bei den meisten Kuchen und Torten, mir einfach nicht schmecken würden - Fondant, bäh!). Diese Rezepte möchte ich aber der Welt nicht vorenthalten, deswegen wird es jetzt immer hier eine Linksammlung mit den Highlights der Woche geben:

  • Erstes Highlight: Deviled Ostrich Eggs, also gefüllte Straußeneier, auf der Seite mit dem tollen Namen Dudefoods.com. Ich bin ein großer Fan von Eiern in jeder möglichen und unmöglichen Form, da ist ein so großes Ei natürlich ein absoluter Hingucker.
  • Da mich seit einiger Zeit das Haltbarmachen und Einlegen von Essen sehr interessiert (Siehe selbstgemachtes Kimchi hier), fand ich das Rezept für Pfannenwurst bzw Schwärchen von Anne ganz faszinierend. Hier treffen gleich mehrere Punkte zusammen: Die Pfannenwurst wird haltbar gemacht und darin werden auch Teile vom Tier verwendet, die in der normalen Küche nicht mehr unbedingt vorkommen. Da ich finde, dass, wenn schon Fleisch gegessen wird, dann auch bitte das ganze Tier gegessen werden sollte, ist das ein sehr interessanter Ansatz.
  • Durch das Internet geistert grade die wunderschöne Kommentarschlacht, die sich unter diesem Rezept für einen Regenbogen-Geburtstagskuchen mit eingebackenen Zahlen ergeben hat und die durchaus lesenswert ist. Ich möchte allerdings auch auf das regenbogenfarbene Backkunstwerk an sich hinweisen: Auch wenn es die Sorte Kuchen ist, die mir garantiert nicht schmecken würde und die mir auch viel zu aufwändig zu backen wäre, ist es doch vor allem ein absoluter Hingucker und wäre sicherlich das Highlight auf jedem Kindergeburtstag. Ich habe bereits letztes Jahr ein ziemlich mißglücktes, regretsy-würdiges Backexperiment mit Muffins in Regenbogenfarben hingelegt - sollte so aussehen, um genau zu sein - vielleicht versuche ich es dieses Jahr nochmal. Diesmal dann aber mit richtiger Backfarbe* und nicht der billigen aus dem Supermarkt, Zusatzstoffe hin oder her.

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Spargelzeit Serie - Vegetarisches Spargel Risotto

So langsam neigt sich die diesjährige Spargelsaison ihrem Ende zu - deswegen gibt es jetzt noch eines meiner persönlichen Highlights: Spargel Risotto. Das Rezept begleitet mich schon seit mehreren Jahren und stammte ursprünglich aus einer Essenszeitschrift, im Laufe der Zeit wurde es aber immer abgewandelt und angepasst. Ich liebe dieses Rezept weil es etwas raffinierter ist und man damit auch vor Gästen gut etwas angeben kann ;-)

Vegetarisches Spargelrisotto mit weißem und grünem Spargel

Insofern man den Käse weglässt oder durch Hefeflocken ersetzt und die Butter durch Olivenöl ersetzt, kann es auch leicht veganisiert werden.


Zutaten Spargelrisotto (Für ca. 4 Personen)


  • 1 kg weißen Spargel
  • 500-700 g grünen Spargel
  • Zitronensaft, frisch gepresst (Von ca. 2 Zitronen)
  • 1 großes Stück Parmesan, grob gerieben
  • 2 Tassen Reis (Normalerweise verwendet man für Risotto Arborio Reis, ich Ketzer habe dieses mal ungeschälten Naturreis verwendet)
  • Etwas Butter
  • 250 ml Weißwein
  • Salz & Pfeffer

Zuerst schält man den weißen Spargel und schneidet die holzigen Enden ab - unbedingt Schalen und Endstücke aufbewahren. Spargel in Stücke schneiden, dabei die Köpfe vom Rest trennen.

Spargel nach dem Schälen und Schneiden - Links Köpfe, Mitte Stangen, Rechts Schalen. Hinten "The Mentalist" ;-)

Die Spargelschalen und Endstücke in ca. 1,5 Litern Wasser ca. 20 min auskochen, bis eine wohlriechende Spargelbrühe entstanden ist. Brühe dann durch ein Sieb in einen anderen Topf abgießen, so dass die Schalen rausgesiebt werden.

Während die Brühe kocht, grünen Spargel waschen, danach die holzigen Enden abchneiden. Den Spargel wieder stückeln, wobei die Köpfe zu den Köpfen des weißen Spargels kommen - das sieht nachher im Risotto dekorativer aus. Da bei mir aufgrund der Qualität des Spargels relativ wenig grüner Spargel übrig blieb, sind noch ein paar grüne Blätter aus der Biokiste dazugewandert.

Grünen Spargel in einer Pfanne kurz anbraten und dann mit dem Pfannendeckel abdecken und kurz durchgaren lassen. Grünzeug anschließend mit dem Zauberstab mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu einer grünen Paste pürieren.

Wenn die Spargelbrühe fertig ist, kann mit dem eigentlichen Risotto begonnen werden: Ein Stück Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und den Reis darin kurz anbraten, bis er glasig ist. Mit etwas Spargelbrühe und dem Weißwein ablöschen.

Jetzt beginnt der meditative Teil: Suppenkelle für Suppenkelle die Brühe unter den Reis geben und diesen unter ständigem Rühren kochen (Flüssigkeit nach Gefühl dazugeben, ich habe gestern von den 1,5 Litern Brühe bis auf 2-3 Kellen Flüssigkeit alles verbraucht) . Nach ca. 20-25 min den weißen Spargel dazugeben, kurz vor Fertigstellung des Risottos noch die Spargelköpfe unterheben. Hat das Risotto seine gewünschte Konsistenz erreicht, wird der Käse sowie die Paste vom grünen Spargel untergehoben und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Risotto auf Teller aufteilen und vielleicht noch mit ein paar Parmesanspänen bestreuen.

Bon Appetit!

Das Endprodukt vor dem Servieren

Spargelzeit Serie - Spargelsalat mit Ei

Ein schneller Klassiker, den es seit ein paar Jahren immer wieder in der Spargelzeit gibt, ist der Spargelsalat mit Ei und Schnittlauch. Mit einer Scheibe Brot ist er eine leckere Mahlzeit für 2 Personen, als Mitbringsel bei Grill- und Geburtstagsfeiern ein absoluter Hingucker.



Spargelsalat

Zutaten Spargelsalat


  • 1 kg Spargel, geschält
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 4 Eier
  • Olivenöl
  • Weißer Balsamico Essig
  • Salz & Pfeffer

Spargel in Stücke schneiden und in einem Topf bissfest garen. Ich koche den Spargel nie, sondern dämpfe ihn mit einem Dämpfeinsatz*, um den Geschmack und die Vitamine zu erhalten. Spargel vollständig abkühlen lassen.

Eier und Schnittlauch

Währenddessen Schnittlauch hacken und Eier in Würfel schneiden. Spargel mit 1 EL Öl und 3 EL Essig marinieren. Eier und Schnittlauch zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Der Salat kann gleich serviert werden, schmeckt aber nach einigen Stunden im Kühlschrank noch besser.

Spargelsalat


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Spargelzeit Serie - Spargel auf Blätterteig

Wir befinden uns mitten in der Spargelzeit, bis zum 24. Juni, dem Johannistag, können Spargelfetischisten noch ihrem Hobby frönen. Klassischerweise wird Spargel meistens mit Butter oder Sauce Hollandaise serviert, ich bin aber immer auf der Suche nach neuen Arten, das weiße Gold zuzubereiten.

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal Spargel auf Blätterteig zubereitet und war sofort begeistert von dem schnellen, einfachen und doch beeindruckenden Rezept. Ich kann ihn mir, wenn der Blätterteig in kleine Vierecke geschnitten wird, auch gut als eindrucksvollen Appetizer für ein Menü für Gäste vorstellen.

Spargel auf Blätterteig


Zutaten Spargel auf Blätterteig


  • 1 Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 1 kleine Packung Frischkäse
  • 1 Ecke Parmesan, gerieben
  • ca. 800 g Spargel, geschält
  • 1 Handvoll Kirschtomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zitrone (Bio)
  • Salz & Pfeffer
Den geschälten Spargel in feine Streifen schneiden - Perfektionisten machen das mit dem Sparschäler, faule Menschen wie ich entweder mit dem Messer oder der Reibefunktion mit der Küchenmaschine. Den Spargel mit etwas Salz und Zitronensaft einlegen.

Blätterteig ausrollen und mit Frischkäse bestreichen. Frischkäse mit Salz & Pfeffer würzen (Ich habe etwas Chilisalz verwendet).  Mit der Hälfte des Parmesans bestreuen. Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Blätterteig mit Frischkäse

Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden und mit dem Spargel mischen. Spargel abgießen, da er nicht zu nass sein sollte. Spargel und Frühlingszwiebeln auf den Blätterteig geben, alles in den Ofen schieben (Wie man auf meinem Bild sieht, sollte man dabei darauf achten, dass der Blätterteig nicht zum Rand des Ofenrostes herabhängt...)

Blätterteig im Ofen

Wenn der Blätterteig gut aufgegangen und bereits etwas braun ist, Tomaten und restlichen Parmesan darüber geben. Wenn der Blätterteig richtig schön braun und der Käse verlaufen ist, ist das Gericht fertig.

Bon Appetit!

Foodprojekte 2014 - Zwischenstand

Wir sind jetzt schon im Juni angekommen - Halbzeit für 2014 also. Zeit, mir mal meine "Neujahrsvorsätze" anzusehen und zu schauen, wie weit ich schon gekommen bin. Ich hatte mir ja am Anfang des Jahres 12 Foodprojekte überlegt, die ich gerne im Laufe des Jahres machen möchte.

Zeit, für einen Zwischenstand, das waren meine Vorsätze:

  1. Jeden Monat ein neues Rezept zu bloggen - Soweit, so gut, Vorsatz eingehalten
  2. Sauerkraut selbst herzustellen - Immernoch auf der To-Do List, ich habe aber Kimchi gemacht und finde, das zählt auch

    Kimchi selbstgemacht
  3. Ein Vollkornbrot zu backen - Erledigt :-)

    Selbstgebackenes Vollkornbrot

  4. Einen rohveganen Kuchen zu "backen" - Noch offen
  5. Seitan selbst herzustellen - Auch noch offen
  6. Nudeln selbst zu machen - Dito
  7. Pizzateig selbst zu machen - Done :-)

    Selbstgemachte Pizza

  8. Gyoza bzw Jiaozi selbst zu machen - Noch offen
  9. Meine eigene Thai Curry Paste zu mixen - Offen
  10. Eine vegane Sichuan Hot & Sour Soup zu kochen (Hängt mir seit meinem Besuch im Zest in Leipzig im Kopf herum) - Offen
  11. Veganen Eiersalat von Björn Moschinski zubereiten (Ich darf garnicht sagen, wie lange das Kala Namak dafür schon in meinem Gewürzschrank liegt) - Auch noch offen
  12. Ziegenkäse selbst einzulegen - Last but not least: Offen
 Tja, da habe ich noch etwas vor - auf in die zweite Jahreshälfte!
 

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