Ausgehen in Giesing - das Quo Vadis in der Hohenschwangaustraße

Je weiter man in Giesing von der Stadtmitte wegkommt, desto weniger werden die umliegenden Restaurants und Kneipen - dennoch gibt es auch "weiter hinten" noch gute Gaststätten und Restaurants, die es sich zu entdecken lohnt.

Eines davon ist das gut besuchte italienische Restaurant Quo Vadis in der Hohenschwangaustraße 17: Eine gute Lösung für alle, die zwischen Chiemgau und Stadelheimer Straße wohnen und Abends einfach mal um's Eck Essen gehen wollen. Die Bedienung ist sehr freundlich und erkennt öfters auftauchende Gäste auch schnell wieder (Inklusive des Merkens der Stammbestellung bei Gewohnheitstieren wie mir), die Pizzen sind gut und auch die Tageskarte kann sich sehen lassen.

Ein Highlight sind die Vorspeisen, die aus Brötchen mit verschiedenen Aufstrichen bestehen - besonders das Knoblauchöl führt zu heißen Diskussionen, speziell bei Pärchen, bei denen einer vielleicht nicht immer über die Begeisterung des anderen erfreut ist: "Hast du vor, das zweite Brötchen auch noch so dick mit Knoblauch zu bestreichen???"

Im Sommer gibt es auch die Möglichkeit, draußen vorm Restaurant zu sitzen und zu speißen, abgeschirmt ist man durch eine kleine Hecke. Preislich liegt das Quo Vadis ebenfalls voll im Rahmen, auch zum Mitnehmen kann man die Pizzen bestellen. Insgesamt gibt es in München sicher aufregendere, stylischere und kreativere Italiener, wer aber einfach nur gut und in Ruhe essen möchte, der ist hier sehr gut aufgehoben.

Das Quo Vadis

Kochevent Gute Laune Suppen - Vegetarische Toor Dal Suppe

Auf www.gourmetguerilla.de läuft derzeit das Gute-Laune-Suppen Kochevent, an dem ich mich auch gerne beteiligen möchte.

Ich habe ja letzten Herbst und Winter einige Suppen in meiner Serie "Giesing sucht die Super Suppe" ausprobiert, da ich eher ein Suppenkasper bin und bei mir nicht so oft Suppen auf den Tisch kamen. Seit dieser Serie kommen auch tatsächlich öfters Suppen bei uns auf den Tisch (Zumindest öfters als vorher) und obwohl die vegane Pho Suppe immer noch das absolute Oberhighlight ist, kommt am meisten bei uns die nachfolgende Toor Dal Suppe auf den Tisch. Sie ist absolut lecker, herzhaft, schnell zuzubereiten und benötigt nur wenige Zutaten, die man meistens zuhause hat. Es stammt aus einem indischen Kochkurs und wurde von mir im Laufe der Zeit noch angepasst.
Gute Laune Suppen


Zutaten vegetarische Toor Dal Suppe


  • 200 g Toor Dal (Einfache gelbe Linsen gehen auch)
  • 2 L heißes Wasser
  • 3 Tomaten, gewürfelt
  • 3 gelbe Rüben, gewürfelt
  • 6 Tl Ghee (Eine Art indische, geklärte Butter, gibts z.B. bei DM oder im Asialaden)
  • 1 Tl Kreuzkümmelsamen
  • 1 Tl Asafötida (Stinkasant oder Hing, gibts auch im Asialaden)
  • 1 Tl Turmerik (Kurkuma)
  • 2 trockene rote Chilis 
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1 EL Kokosflocken
  • 1 große gelbe Zwiebel, gehackt
  • Salz
  • Frischer oder gefrorener Koriander
Als erstes wäscht man die Linsen und lässt sie abtropfen, danach gibt man sie in einem Topf und kocht sie mit ca. 1 L Wasser für 35 Minuten. Mit dem Wasser steuert man die Konsistenz der Suppe, unsere wird recht dickflüssig, eventuell also mehr Wasser  dazugeben, wenn eine dünnere Suppe gewünscht wird. Kurz vor Ende der Kochzeit die Karotten zugeben.

Während die Linsen kocht, kann man in einem zweiten, größeren Topf das Fodni (der, die Fodni?), also die Würzgrundlage zubereiten: Ghee erhitzen und Kreuzkümmelsamen darin rösten, bis sie braun werden und gut riechen. Dann gibt man Asafötida, Kurkuma, Chilis, Chilipulver, Kokosnuss und Zwiebel dazu und brät alles gut an.

Den Dal ins Fodni geben, Tomaten und restliches Wasser zugeben, alles noch 5 Minuten kochen lassen, danach mit Salz abschmecken (Schluckt recht viel) und, nach Wunsch, Koriander zugeben.

Vegetarische Toor Dal Suppe

Spargelzeit Serie - Überbackener Spargel aus dem Ofen

Die Spargelzeit ist mir eine der liebsten Zeiten im Jahr - ich könnte ihn problemlos mehrfach die Woche essen und habe das bis zum Protest meines Liebsten auch schon durchgezogen. Spargel ist ein sehr vielseitiges Gemüse und es macht mir sehr viel Freude, neue Zubereitungsarten und Gerichte damit auszuprobieren, da ich mich bisher an Sauce Hollandaise noch nicht herangetraut habe und das künstliche Zeug aus dem Tetrapack mir nicht über die Türschwelle kommt. Deswegen möchte ich die restliche Spargelzeit nutzen und eine kleine Spargelserie starten.

Mein erstes Rezept ist überbackener grünere Spartel aus dem Ofen - ein schnell und einfach zubereitetes Gericht, mit dem man trotzdem beeindrucken kann.

Überbackener Spargel


Rezept (Für 2 Personen)


- 1 Kg frischer grüner Spargel
- 1 Handvoll Kirschtomaten, halbiert
- 1 Handvoll geriebener Parmesan
- 1 halbe Zitrone
- Salz
- Pfeffer

Offen auf 200 Grad aufheizen. Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel in eine feuerfeste Ofenform geben und mit ein paar Spritzern Olivenöl mischen. Spargel ca. 10 Minuten im Ofen garen bis er zart wird (Kann auch kürzer sein, ich mag ihn eher bissfest), danach die Tomaten und den Käse dazugeben und alles nochmals im Ofen backen bis der Käse braun wird. Spargel aus dem Ofen nehmen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Foodprojekte 2014 - Kimchi (vegan) selbermachen

Als ich mir meine Foodprojekte Vorsätze für 2014 überlegt habe, war mir nicht bewusst, dass ich mich zumindest mit dem Projekt, Kimchi selbst einzulegen, voll im Foodblogger Trend befinden würde - normalerweise bin ich ja, was z.B. den Pizzastein oder das No-Knead-Bread betrifft, der aktuellen Entwicklung Monate, wenn nicht gar Jahre, hinterher. Mit dem Kimchi ist das nicht so, das eingemachte Gemüse aus Korea geistert derzeit durch die Blogosphäre.

Das fertige Kimchi

Zum ersten Mal mit Kimchi in Kontakt gekommen bin ich auf einer Japanreise im Jahr 2002 oder 2003 - in einem kleinen Ramen Restaurant stand es für die Gäste auf der Theke. Der ungewöhnliche Geschmack faszinierte mich sofort und ich bin seitdem ein treuer Kimchi-Fan. Leider ist es in Deutschland nicht so einfach, gutes Kimchi zu finden. Oft gibt es im Asia Laden nur einen aus der Dose, seltener einen frischen Kimchi aus dem Kühlregal (Der unbedingt zu bevorzugen ist).

Nun also zu meinem ganz persönlichen Kimchi Projekt: Auf der Auer Dult besorgte ich mir 2 Einmachgläser (Wo kann man die in München sonst noch kaufen? Bin hier sehr interessiert), das für die Kimchi Produktion unerlässliche Gochugaru (Koreanisches Chilli Pulver) fand ich in dem Asiatischen Supermarkt "Orient Shop" in der Rosenheimer Strasse, es war der 4. Asia Laden, den ich aufsuchen musste. Nun noch ein paar alte Schraubgläser rausgesucht, alle Gläser abgekocht und los ging es.

Orientiert habe ich mich an einem veganen Rezept von Sonnets Kitchen, habe dieses aber mengen- und zutatenmäßig abgewandelt, da ich nicht alles hatte und auch nicht gleich eine so große Menge machen wollte:

Rezept


- 1 Kopf Chinakohl
- 3 kleinere Köpfe Pak Choi
- 2 Karotten
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 4 Esslöffel Meersalz (KEIN jodiertes Salz verwenden, das verhindert die Gärung!)
- 1 große Zwiebel
- ca. 4 cm Ingwer
- 4 Zehen Knoblauch
- 1 Eßlöffel Gochugaru

Zuerst habe ich den Chinakohl, den Pak Choi und die Karotten gewaschen und klein geschnitten. Das Salz habe ich in einem Liter Wasser aufgelöst. In den Einmachgläsern habe ich dann das Gemüse in der Salzlake einen Tag eingelegt.

Gemüse gleich nach dem Einlegen

Es ist dabei wichtig, dass das Gemüse keinen Kontakt mit der Luft hat - ich habe daher alles noch beschwert.

Gemüse nach einem Tag

Das Gemüse verliert im Salzwasser, wie man auf meinem 2. Foto sehen kann, ziemlich an Volumen - der Rest passte nach der Weiterverarbeitung in ein Glas! Das eingesalzene Gemüse habe ich abgegossen (Lake aufheben!) und ausgewaschen - es wäre sonst zu salzig gewesen. Das Gemüse dann gut abtropfen lassen, es sollte keinesfalls zu nass sein.


Chilipaste

Im nächsten Schritt werden die Zwiebel, Knoblauchzehen und der Ingwer zu einer Paste zerkleinert. Die Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten.

Chilipaste und Frühlingszwiebeln

Man mischt beides mit dem Gemüse und massiert die Chilipaste gut ein - Handschuhe tragen!



Anschließend gab ich die Masse in ein gereinigtes Glas - hier ist sorgfältiges Arbeiten notwendig, es dürfen sich keine Luftblasen bilden und das Gemüse sollte auch unter Wasser liegen, also wieder beschwert werden. Falls nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist, kann man Salzlake nachgiesen - keinesfalls pures Wasser.


Das Glas habe ich noch 2 Tage in der Küche gären lassen (Glas in einen Suppenteller stellen, die Lake kann überlaufen) und dann den Kimchi in die Schraubgläser abgefüllt. Das Kimchi war nach 2 Tagen schon sehr schmackhaft, wir haben dann gleich damit gekocht. Die Reste in den Schraubgläsern stehen jetzt im Kühlschrank. Wurde das Kimchi richtig behandelt, dann sollte es jetzt ein paar Monate haltbar sein - vorausgesetzt, dass das Gemüse nicht mit Luft in Berührung kommt. Da ich nur 2 Schraubgläser voll Kimchi habe und mir, ehrlich gesagt, bei meinen Einmachkünsten auch nicht 100% sicher bin, werde ich es wohl nicht auf einen Langzeitversuch ankommen lassen und dieses in den nächsten Wochen verbrauchen.

Kimchiglas

Wer sich für weiterführende Informationen interessiert, kann hier aus einer Fülle an Blogeinträgen auswählen - Missboulette hat hier einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Kimchi erstellt, in dem sie auch auf andere Blogger mit Kimchi-Erfahrung verweist. Sehr zu meiner Erleichterung konnte ich ihrer Auflistung "Was Kimchi zu Kimchi macht" entnehmen, dass ich wohl bis auf die Meeresfrüchte (Ich wollte ja ein veganes Kimchi), alle Anforderungen an ein "echtes" Kimchi erfüllt habe.

Schnelles Thai Curry vegetarisch - vegan

Ein leckeres Standardgericht, falls wir mal wenig Zeit und keine Lust auf Einkaufen haben, ist ein schnelles Thaicurry. Kokosmilch und Currypaste sind eigentlich immer vorrätig, dazu noch etwas Reis, frisches und/oder gefrorenes Gemüse, schon ist das Essen fertig.

Das fertige Thaicurry

Als Kokosmilch für ein gutes Thaicurry nehme ich lieber eine Kokosmilch, die einen etwas höheren Fettanteil hat - das gibt eine sämige Sauce. Für Suppen ist diese Art Milch aber nicht geeignet, die werden dann sehr fettig, hier nehme ich lieber Kokosmilch, die einen niedrigeren Fettanteil hat.

Rezept:


1 Dose Kokosmilch
2-3 EL rote Currypaste ( Aufpassen, falls man es nicht so scharf mag und lieber erstmal weniger Paste nehmen)
3 Tassen gewürfeltes Gemüse (Hier habe ich frische Thai Auberginen und Kürbis verwendet, es gehen aber z.B. auch gefrorenes Gemüse, Champignons, Karotten u.ä., was halt grade da ist)
2 Zehen Knoblauch, gehackt
1 Zwiebel, gehackt
Frischer Koriander und Thai Basilikum (Kann man, falls man eines davon nicht mag, auch weglassen oder gefroren verwenden)
Gekochter Reis als Beilage


Thaicurry beim Kochen

Zuerst öffnet man die Dose Kokosmilch und löffelt das hart gewordene Fett in eine Pfanne. Das Fett mischt man mit der Currypaste (Wie bereits erwähnt, lieber am Anfang etwas vorsichtig sein und erstmal weniger Paste verwenden - nachwürzen geht immer, zu scharfes Curry lässt sich hingegen schlecht entschärfen) und brät es kurz an.

Wenn sich an der Oberfläche der Mischung so kleine Löcher bilden, dann gibt man die restliche Milch und das Gemüse dazu. Kurz kochen lassen, das Gemüse sollte eher bissfest sein.

Das fertige Curry kann man noch mit frischen Kräutern wie Koriander und Thai Basilikum würzen und dann mit etwas Reis servieren.

Frisches Thai Basilikum und Koriander


 

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