Foodprojekte 2014 - Pizza selbermachen

In meinen guten Vorsätzen für 2014 befand sich auch eine Liste mit 12 Foodprojekten, die ich dieses Jahr unbedingt einmal ausprobierne möchte. Jetzt ist es Ende April und bisher habe ich nur meinen Vorsatz eingehalten, jeden Monat zu bloggen und ein Vollkornbrot selbst zu backen. Da geht noch was!

Da schon seit einigen Monaten ein Pizzastein jungfräulich in meiner Küche stand und auf seine Verwendung wartete, hatte ich mir als nächstes Projekt die Herstellung eines eigenen Pizzateiges vorgenommen.

Das Rezept habe ich von dieser Seite übernommen, die den perfekten Pizzateig verspricht. Das Ganze ist eher Slow- als Fastfood, denn der Teig wird bereits einen Tag vor dem Backen der Pizza zubereitet. Die Zubereitung des Teigs ist recht leicht und auf der Webseite narrensicher beschrieben. Einzig mit dem Ausrollen am nächsten Tag hatten wir so unsere Schwierigkeiten, was aber sicher auch der Unerfahrenheit der Pizzabäcker geschuldet war.

Pizzateig beim Anrühren

Da mit dem Ausrollen des Teigs schon ziemlich viel Zeit draufgegangen war, hatte ich keine Zeit mehr, wie geplant eine richtige Sauce zu kochen - deswegen habe ich einfach passierte Tomaten verwendet und diese dann mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als Belag haben wir grünen Spargel, Champignons, Mozzarella und Parmesankäse verwendet.

Fertig belegte Pizza

Nachem die Pizza im Ofen fertiggebacken war (Leider konnte man wegen des Pizzasteins immer nur eine Pizza gleichzeitig backen, was ein wenig nervig war), wurde sie noch mit frischem Rucola belegt.
Fertig gebackene Pizza mit frischem Rucola
Fazit: Sehr, sehr lecker, der Teig war schön krustig, dabei gleichzeitig fluffig (macht das Sinn?) und ging im Ofen noch schön auf. Auch der Belag harmonisierte - eine perfekte Pizza!

Nervig waren die Teigbearbeitung und, wie bereits erwähnt, das Warten auf die anderen Pizzen aus dem Ofen.

Würde ich jetzt irgendwo wohnen, wo gute Pizza schlecht zu bekommen ist, wäre das Selbermachen sicherlich eine exzellente Alternative - da wir allerdings nur 2 Minuten von einem ordentlichen Italiener entfernt wohnen, wo man inzwischen unsere Standard-Bestellung schon kennt und gute Pizza macht, wird es wohl erstmal nicht mehr zu solchen Aktionen kommen, da der Arbeitsaufwand (und die Sauerei durch das ganze Mehl in der Küche) für so ein schnelles Essen doch beträchtlich waren. Vielleicht versuche ich es aber nochmal mit einem schnelleren Teigrezept bzw. eingefrorenen Teigportionen aus dem obigen Rezept.

Süßstückchen - New York Cheesecake

Ich bin ja nicht so der Bäcker - außer dem bereits vorgestellten "Lieblingskuchen" oder dem Apfel-Marzipan-Kuchen backe ich so gut wie gar nicht. Ich glaube, das ist so, weil ich auch nicht so der Kuchenesser bin - ich esse zwar gerne mal ein Stück, vermisse aber nichts, wenn es mal länger keinen Kuchen gibt. Grundsätzlich bin ich eher der Liebhaber von salzigem Essen und verzichte meistens auf Nachspeisen. Das führt dazu, dass in meiner Küche die Nachspeise vernachlässigt wird - Besuch kann meistens froh sein, wenn es nach dem Essen noch etwas Schokolade gibt.

Eine der wenigen Süßspeisen, die mich dazu bringen, ab und an doch einmal den Nachtischbann aufzuheben, ist Käsekuchen. Vor allem richtiger New York Cheesecake hat es mir angetan - leider ist der in Deutschland noch relativ selten. Zu seinem Geburtstag habe ich dem Liebsten letztes Jahr bereits einmal einen "gebacken" - das Rezept kam damals ohne backen aus. Ergebnis: Ein absolut wohlschmeckender Cheesecake, der leider beim Öffnen der Springform zerlaufen ist wie nochmal was. Geschmacklich top, Optisch flop.

Nachdem ich jetzt einige Monate meine Wunden geleckt habe, bekam ich letztens bei einem Supper Club einen sehr leckeren Cheesecake serviert - Marc, der den Supper-Club veranstaltet hat und auch seine Rezepte blogt, hat mir versichert, dass sein New York Cheesecake Rezept relativ narrensicher ist - also hieß es, einen Vorwand zu suchen (die gefühlten 2 Millionen Kalorien pro Stück serviert man nicht mal eben so zum Abendessen) und das Rezept nachzubacken.

Cheesecake nach Anschnitt - Fotos sind nicht der Burner, es musste aber schnell gehen mit dem Fotografieren

Meine Anmerkungen:


  • Die Materialschlacht ist relativ klein, man braucht eine Schüssel, eine kleine Springform und etwas Backpapier
  • Am Besten bereitet man den Cheesecake am Abend vorher zu und fängt damit relativ früh an - ich habe den Kuchen dann um 2 Uhr Morgens nach dem Abkühlen aus dem Ofen genommen
  • Die Kekse, die für den Boden benötigt werden, bekommt man normalerweise in 200g Packungen. Man braucht also nur die Hälfte der Packung!!! Ich hatte das überlesen und mich dann gewundert, wieso die Springform schon alleine vom Boden zu 3/4 gefüllt ist... Äh ja...
  • Selbstgemachten Vanillezucker hatte ich keinen, ich habe Bourbon Vanille Zucker von Ostmann genommen, der gräulich in der Farbe ist, so wurde der Cheesecake dann auch recht dunkel
  • Auf die Glasur habe ich verzichtet, bin ich kein Fan von. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass man den Kuchen mit Beeren bäckt oder verziert...
  • Insgesamt ist der Kuchen sehr sehr gut geworden und hat diesmal auch seine Form behalten. Wir und die Gäste waren sehr begeistert.

Cheesecake - Man beachte, dass das Stück von selbst stehenbleibt!

Frühlingsküche - Vegane Bärlauchcreme aus weißen Bohnen

Der Frühling hat ja nun endlich Einzug gehalten, und so ist es auch an der Zeit, wieder die ganzen guten Frühlingsrezepte rauszukramen für Radieschen, Spargel, Bärlauch & co.

Ein einfaches und leckeres Gericht, das ich dieses Jahr zum ersten Mal zubereitet habe, ist die Bärlauchcreme aus weißen Bohnen - entstanden aus der Tatsache, dass ich zuviele Bohnen gekocht hatte und beim Einkaufen dem frischen Bärlauch nicht widerstehen konnte. Ein toller und gesunder Brotaufstrich, auch geeignet zum dippen von frischem Gemüse.



Rezept:

  • 600g gekochte weiße Bohnen
  • 1 Bund Bärlauch
  • 1 EL Tahin
  • Salz & Pfeffer
Die Bohnen einfach mit dem Stabmixer pürieren und nach und nach den Bärlauch zugeben. Ich habe ungefähr 3/4  der Blätter eines ganzen Bundes zugegeben aber andere mögen es vielleicht nicht ganz so stark. Mit Tahin, Salz und Pfeffer würzen. Hält sich gut im Kühlschrank einige Tage.

Vietnamreise - Kulinarische Highlights

Wie bereits im letzten Blogpost erwähnt, habe ich im März einen zweiwöchigen Urlaub in Vietnam verbracht. Die Reise führte uns von Hanoi im Norden bis nach Ho-Chi-Minh Stadt (Saigon) im Süden und war ein Wirbelwind aus neuen Eindrücken, Wetterwechseln und Mofageknatter. War es in Hanoi noch recht kühl, wurde es, je weiter wir nach Süden kamen, immer wärmer, bis wir schließlich im sommerlich heißen Saigon bei Cocktails am Pool den Urlaub ausklingen lassen konnten.

Besonders fasziniert hat mich die kulinarische Vielfalt Vietnams. Die örtlichen Spezialitäten unterscheiden sich recht deutlich voneinander, auch die französische Küche hat starke Spuren hinterlassen. Bei den vielen kleinen Garküchen ist es faszinierend, wie oft mit einfachsten Mitteln die köstlichsten und raffiniertesten Gerichte gekocht werden. Insgesamt habe ich es genossen, die verschiedensten Dinge auszuprobieren und auch die Gelegenheit zu haben, Klassiker anderer asiatischer Länder auszuprobieren (z.B. Singapore Chili Crab - hmmmmmmmm!!!). Ich bin sehr inspiriert aus diesem Urlaub wiedergekommen und habe mir fest vorgenommen, wieder mehr asiatische Gerichte in unseren Speiseplan einfließen zu lassen.

Wie ihr an den Bildern sehen könnt, habe ich im Urlaub recht viel Fleisch gegessen - eben weil ich mich im Urlaub nicht einschränken wollte und weil es auch viele Gerichte gibt, die ohne Fleisch (zumindest für die Vietnamesen) nicht denkbar sind. Zuhause werde ich es jetzt wieder bei der fleischlosen Küche belassen, viele Klassiker, z.B. die Pho-Suppe, schmecken ja auch in der vegetarischen oder veganen Variante sehr gut.

Und nun ein paar Bilder:

Dieses Gericht klang aufgrund der Verwendung von Needlepoint Mushrooms auf der Speisekarte sehr exotisch, hat sich dann aber durch die "Pepper Sauce" als eine asiatische Variante des auf deutschen Wirtshauskarten sehr häufig vorkommenden Pfeffer-Steaks entpuppt.

Goi cuon, Summer-Rolls - Was soll ich sagen? Eine meiner Leibspeisen, von denen ich mich mehrere Tage am Stück ohne Überdruss ernähren könnte und die ich demnächst sicher einmal für den Blog kochen werde.

Asiatischer Klassiker, nicht nur in Vietnam: Gebratene Nudeln mit frischem Gemüse, hier mit Eiernudeln. Eigentlich immer sehr lecker und auch als vegetarisches/veganes Gericht (Vorsicht: Fischsauce!) gut zu finden.

Straßengrill mit Spießen und Frühlingsrollen.

Die weltberühmte Pho Suppe mit Rindfleisch. Ein Klassiker, der in Vietnam auch gerne schon zum Frühstück gegessen wird. Auch gut geeignet für's vegane Selberkochen ;-)

Exotische Frucht - so exotisch, dass ich leider nicht rausgefunden habe, was das eigentlich ist. Weiß das hier jemand?

Marktstand - in Vietnam ist es noch sehr üblich, dass sich Restaurants und Privatpersonen jeden Tag frisch mit Vorräten eindecken.

Banh Cuon, eine Art Crépe, die mit Schweinefleisch, Pilzen und getrockneten Shrimps gemacht und mit gerösteten Zwiebeln serviert wird.

Bun Cha, ein Klassiker in Hanoi. Schweinefleisch-Hackbällchen werden über Holzkohle gegrillt und dann in einer aromatischen Brühe zu Reisnudeln und Kräutern serviert.

Vorbereitete Speisen im Restaurant.

Wieder gebratene Nudeln mit frischem Gemüse - ich liebe vor allem Bok Choi, der in Deutschland leider meistens sehr teuer ist. Interessant war hier auch die Verwendung von Tomaten, das macht das Stir-Fry recht frisch im Geschmack.

Hausgemachte Frühlingsrolle an einem Straßenstand

Bun Cha, ebenfalls an einem Straßenstand

Banh Khoai, hauchdünne Crépes, die mit Shrimps, Sojasprossen und Ei serviert werden.

Chao Tom, Shrimp-Paste an Zuckerrohr gegrillt, mit Reisnudeln und frischen Kräutern serviert. Ein Highlight!

Im Steintopf gegarter Tofu mit medium-scharfen Peperoni und viel Pfeffer gewürzt.

Reisnudelsalat mit Sesam-Rind

Summer Rolls, wie bereits erwähnt könnte ich die jederzeit essen.


Wieder gebratene Nudeln, diesmal mit Tofu.

Ja, wieder Summer Rolls. Ich kann mich eben nicht daran sattsehen (oder essen)

Bun Bo, Reisnudelsalat mit Rindfleisch

Und zum Schluss noch etwas, das nicht aus Vietnam kommt und trotzdem eines der kulinarischen Highlights dieser Reise war: Chili Crab Singapore Style.

Wem jetzt das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, empfehle ich, sofern er in München wohnt, das Hanoi in der Humboldstraße, das Hanoi Bistro in Schwabing (Steht mit dem erstgenannten Hanoi in keinem Zusammenhang, soweit ich weiß) oder das Koriander Too in Haidhausen. Diese Auswahl ist natürlich rein subjektiv und beruht auf meinen eigenen Vorlieben. Wenn jemand noch weitere gute vietnamesische Restaurants kennt (vor allem mit authentischem Bun Cha!), dann immer her mit den Tips!
 

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