Veganer Nudelsalat mit Tofu-"Feta" und Sesam

Nachdem ich kürzlich aus dem Urlaub in Vietnam zurückgekommen bin (Ein Blogpost zum vietnamesischen Essen kommt noch) gelüstete es mich nach den ganzen asiatischen Genüssen sehr nach meiner normalen Alltagsküche.  Überhaupt freute ich mich schon darauf, nach 2-wöchiger Küchenabstinenz mal wieder den Kochlöffel zu schwingen.

Nachdem ich im Urlaub auch für meine Verhältnisse sehr viel Fleisch und Fisch gegessen hatte, beschloss ich, das erste selbstgekochte Essen zuhause vegan zu kochen. Beim Überfliegen meiner Kochbuchsammlung blieb ich an Foodblogger Donal Skehans "Kitchen Hero" hängen - ein tolles Kochbuch für Einsteiger, das ich mir damals gleich nach seinem Erscheinen gekauft habe. Das Buch und die darin enthaltenen Gerichte werden mich immer an meine Zeit in Irland erinnern.

Eines meiner Lieblingsgerichte in diesem Buch ist der Nudelsalat mit Feta und Sesam - ok, zugegebenermaßen bin ich ohnehin ein sehr großer Fan aller Arten von Nudelsalaten, solange sie ohne Mayo auskommen, dieser hier ist aber einer meiner All-Time-Favourites und auch in der Zutatenkombination eher ungewöhnlich. Kurzerhand entschloss ich mich, das Rezept etwas abzuwandeln und durch das Verwenden von Tofu-"Feta" zu veganisieren.

Rezept Nudelsalat mit "Feta" und Sesam

  •  Reicht für ungefähr 4 grooooße Portionen
  • 500g Vollkornpasta (Ich habe Pipe Rigate verwendet)
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 3 Karotten, gewürfelt
  • 1/2 Salatgurke, gewürfelt
  • 1 Packung Naturtofu
  • 2 Zitronen
  • 3 EL gerösteten Sesam
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL Balsamico
  • 1 Hand voll gehackter Basilikum (Geht meiner Meinung nach aber auch ohne)
  • Salz & Pfeffer

Zuerst kocht man die Pasta in einem großen Topf bissfest, währenddessen kann man gut das Gemüse würfeln.


Nudeln, bissfest


Den Tofu in Scheiben schneiden und diese zwischen zwei mit Küchenrolle belegten Schneidbrettern auspressen. Danach den Tofu würfeln und im Saft einer Zitrone marinieren (Ich habe den Tofu ca. 30 Minuten ziehen lassen, je länger, desto besser).

Tofu-"Feta"-Würfel beim marinieren


Sobald die Nudeln abgekühlt sind, kann man das Gemüse, den Sesamsamen sowie das Öl und den Essig zugeben. Alles gut durchmischen.

Karottenwürfel


Kurz vor Servieren des Nudelsalats brät man die Tofuwürfel trocken an, bis sie leicht braun werden. Danach kann man, wenn man mit dem Tofu noch mehr den salzigen Fetageschmack imitieren möchte, noch den Saft der zweiten Zitrone auf den Tofu geben.

Am Schluss alle Zutaten mischen und den Salat noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Voila!


Foodprojekte 2014 - Vollkornbrot backen

Nachdem jetzt fast schon das erste Quartal 2014 vorbei ist, habe ich beschlossen, jetzt mal endlich mit meinen "Neujahrsvorsätzen" ernst zu machen. Ich habe mir ja für dieses Jahr 12 Foodprojekte überlegt, die ich gerne durchführen würde. Angefangen habe ich jetzt mal mit einem einfacheren Projekt: Vollkornbrot selbst backen.

Nachdem ich bereits an Weihnachten erfolgreich ein sogenanntes No-Knead-Bread gebacken habe, habe ich mir wieder relativ schnelles und leichtes Rezept aus dem Internet gesucht, dieses nach meinen Vorstellungen abgewandelt und umgesetzt.


Das fertige Vollkornbrot

 

Rezept Schnelles Vollkornbrot (Vegan)

  • 600 g Vollkornmehl (Ich habe das Weizenvollkornmehl von Alnatura verwendet)
  • 1 Päckchen Backhefe (Hier habe ich die Bio-Trockenhefe von Alnatura verwendet, die keine Emulgatoren enthält und somit vegan ist)
  • 140 g Körner (Ich habe vor allem Sonnenblumenkerne sowie ein paar Mandelsplitter und Kürbiskerne verwendet)
  • 20 g Salz (Ich esse gerne recht salzig, von daher kann man bestimmt auch weniger verwenden)
  • 500 ml warmes (nicht kochendes!) Wasser
  • 2 EL Essig (Ich habe weißen Balsamico verwendet, das war der neutralste, den ich zur Hand hatte)

Zuerst werden alle trockenen Zutaten vermischt - es empfiehlt sich, zuerst das Mehl und die Hefe zu verrühren und dann erst das Salz und die Körner zuzugeben. Das Wasser wird mit dem Essig vermischt und zu den trockenen Zutaten geschüttet. Den Teig knetet man dann gut durch (Ich habe ungefähr 3 Radiolieder lang geknetet ;-) ) und stellt ihn zugedeckt 45 Minuten lang irgendwo ins Warme.

Teig nach der Ruhezeit


Nachdem der Teig gegangen ist, habe ich ihn in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform gegeben und bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang gebacken. Danach habe ich die Hitze etwas reduziert (ca. 180 Grad) und das Brot 35 Minuten lang fertiggebacken. Fertig ist Kastenbrot dann, wenn es sich "hohl" anhört, wenn man auf den Boden klopft.

Ich war zunächst etwas skeptisch, ob das auf diese schnelle Art gebackene Brot auch wirklich gut ist, das Ergebnis hat mich aber vollkommen überzeugt - das Brot ist sehr lecker und passt gut zu Käse und vegetarischen Brotaufstrichen. Sicher war es nicht das letzte Mal, dass ich dieses Brot gebacken habe!

Kommunalwahlen 2014 in München Giesing

Kurz vor Abflug in den Urlaub habe ich heute noch eine wichtige Sache erledigt - nämlich die Briefwahlunterlagen ausgefüllt. Wer sich in München seiner Sache noch nicht so sicher ist, dem empfehle ich die Serie "OB-Kandidaten im Giesing-Check" auf dem Blog Giesing Galore - dort stellen sich fast alle Münchner OB Kandidaten einem Interview, in dem sie zu Themen mit Giesing-Bezug (Die aber auch für alle anderen Münchner interessant sind) antworten.

Also dann: Nur wer mitwählt, darf hinterher über das Ergebnis meckern :-)

Gelesen - Nudeldicke Deern von Anke Gröner

In meiner Empörung über die Zahlen im Süddeutsche Artikel neulich beschloss ich, mich etwas genauer mit meinem eigenen Körperbild und den Vorurteilen gegenüber dicken Menschen in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Meine erste Lektüre zu dem Thema war das Buch "Nudeldicke Deern" von Anke Gröner. Bereits der Untertitel "Free your mind and your fat ass will follow" versprach, dass es sich hierbei um etwas anderes als einen Diätratgeber handeln würde.

Das Buch ist 2011 erschienen, ich bin also wieder mal etwas zu spät auf der Party - allerdings hat der Text nichts von seiner Gültigkeit verloren. Die bekannte Bloggerin Anke Gröner spricht hier von ihrer persönlichen Reise, nach Jahren voller gescheiterter Diätversuche und "verbotenen" Nahrungsmitteln, wieder Freude und Genuß an gutem Essen zu finden sowie ihren Frieden mit ihrer nicht dem 90-60-90 Maß entsprechenden Figur zu machen. Zudem untersucht sie das Bild, dass die Gesellschaft von dicken Menschen hat, und räumt mit ein paar Mythen auf ("Dicke Menschen haben immer gesundheitliche Probleme", "Man muss nur wollen, dann kann man auch abnehmen" etc.)

Die Texte sind sehr unterhaltsam geschrieben und spiegeln den inneren Monolog wieder, der auch in mir oft abläuft - ein paarmal musste ich laut loslachen, weil ich mich ertappt fühlte. Natürlich verändert sich mit der Lektüre nicht das ganze Selbst- und Menschenbild, dass man sich ein Leben lang aufgebaut hat, allerdings ist es ein interessanter Denkanstoß, sich selbst und andere nicht über Äußerlichkeit und Figur zu definieren und zu verurteilen. Wie oft denkt man selbst beim Anblick von dicken Menschen "Man, würde er/ sie sich mal nicht so gehenlassen..." oder ähnliches - ein recht dummes Vorurteil. Ich für mich habe mir vorgenommen, genauer darauf zu achten, andere Menschen nicht aufgrund ihres Gewichtes zu diskriminieren - und mir auch selbst gegenüber gnädiger zu sein...

Anke Gröner - Nudeldicke Deern

 

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