Lebenszeichen & indisches Festtagsmenü vegetarisch

Puh, so schnell war er vorbei, der Sommer... und der Herbst auch... durch einige Reisen und berufliche Projekte ist mein Blog etwas ins hintertreffen geraten und die ungeplante Sommerpause etwas länger geworden - was aber nicht heißt, dass nicht fleißig gekocht und gebacken wurde!

Ein Essen, das es wert ist, für die Nachwelt festgehalten zu werden, war das indische Festtagsmenü, das wir für Freunde gekocht haben. Es bestand aus 8 einzelnen Gerichten, die nicht nur einzeln sehr lecker waren, sondern die sich auch noch sehr, sehr gut ergänzt haben.




Es gab:
  • Toor Dal Suppe (hier gekocht)
  • Frisches Koriander-Minz-Kokos Chutney mit Naturjoghurt
  • Raita Joghurt mit Gurke und Kreuzkümmel
  • Chole Kichererbsen Curry
  • Pulao Reis mit Erbsen und Cashewkernen
  • Kartoffel-Erbsengemüse
  • Frisch zubereitete Chapatis
  • und zum krönenden Abschluss noch die fantastischen Mango-Kokos-Törtchen aus dem Buch Vegan Backen* von Nicole Just

Mango-Kokos-Törtchen


Eigenlob stinkt aber es war, natürlich auch dank toller Gäste, ein wundervoller Abend mit leckerem Essen, das ich in dieser Kombination bestimmt nicht zum letzten Mal gekocht habe. Das ganze Menü war vegetarisch und würde sich auch, wenn man Kokosöl und Sojajoghurt verwendet, problemlos veganisieren lassen.

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Lesestoff fürs Wochenende

Diesmal nur kurz und knackig: Geht raus in den Biergarten und genießt das Sommerwetter!

Für alle Kurzentschlossenen: Morgen, am 3. August, wird der Mittlere Ring für die Durchfahrt der BR-Radltour gesperrt, für interessierte Münchner gibt es die Möglichkeit, den Ring nach der Durchfahrt der BR-Radler auch noch zu fahren. Infos zum Event (Einfach losfahren ist nicht möglich, der Einstieg geht nur am Candidplatz, gefahren wird im Pulk) gibt es auf der Seite Radlhauptstadt München.



Auf die Radler!

Rezept für irische Honey Scones

Auf meiner Irlandreise habe ich ein wundervolles Buch geschenkt bekommen: "The Pleasures of the Table - Rediscovering Theodora FitzGibbon"* von Donal Skehan. Ihn kenne ich bereits seit langem von seinem Blog, auch sein erstes Kochbuch kaufte ich mir sofort. Seitdem ich nicht mehr in Irland wohne und auch nicht mehr regelmäßige Leserin seines Blogs bin, habe ich Donal etwas aus den Augen verloren - er ist aber wohl ziemlich erfolgreich, immerhin gibt es einige seiner Bücher auch seit einiger Zeit in der deutschen Übersetzung.

"Pleasures of the Table" unterscheidet sich hierbei von seinen anderen Büchern - Donal stellt nicht eigene Rezepte vor, sondern hat einige klassische Rezepte von Theodora FitzGibbon, die im letzten Jahrhundert eine irische Küchen-Ikone und Autorin einer sehr erfolgreichen Kochkolumne in der Irish Times war, wiederentdeckt und modernisiert. Das Buch ist wundervoll fotografiert, und Fleischessern kann man dieses Buch uneingeschränkt empfehlen - viele Rezepte sind meiner Meinung nach für die gute Sonntagsküche geeignet, auch vor Innereien und Fleischstücken, die man nicht mehr so oft auf Speisekarten findet, schreckt Theodora nicht zurück. Für Vegetarier gibt es auch ein paar (wenige) Gemüse Rezepte, vor allem die große Menge an Süßspeisen und Backrezepten ist hier super.

Als etwas harmloseren Einstieg habe ich mir die Honey Scones ausgesucht- nach dem Irlandurlaub war ich noch ziemlich auf den Scones Trip. Ich fand sie sehr lecker und auch meine freiwilligen Testesser waren begeistert

Honey Scones mit Clotted Cream und Marmelade


Rezept Honey Scones


(Ich habe das Rezept etwas angepasst, da ich die Scones gerne etwas weniger süß mag und eine größere Menge backen wollte - herausgekommen sind 18 kleine Scones)

  • 220g Mehl
  • 220g Vollkornmehl
  • 4 Tl Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 6 EL Butter
  • 2 EL braunen Zucker
  • 1 EL Honig
  • 300ml Milch (Ich habe Pflanzenmilch verwendet)
 Bakofen auf 200 Grad vorheizen. Weißes Mehl, Vollkornmehl, Backpulver und Salz vermischen - ich habe sicherheitshalber alles auch gesiebt. Die Mehlmischung mit der Butter mischen - am Besten mit der Hand, bis eine krümelige Textur erreicht ist. Zucker zugeben.

In einem 2. Behälter die Milch mit dem Honig vermischen bis sich der Honig aufgelöst hat. Die Milch-Honig Mischung größtenteils zu dem Butterteig geben, einen kleinen Rest für die Glasur zurückbehalten.

Jetzt mit der Hand kleine Kugeln formen und auf Backbleche legen - bei mir wurden es 18 kleinere Scones.

Die Scones dann 20 Minuten bei 200 Grad backen, danach herausnehmen und mit der restlichen Milch-Honig Mischung bestreichen. Nochmal 5-10 Minuten in den Ofen, dann sind sie fertig.

Fertige Scones


Am besten schmecken die Scones wenn sie noch warm sind und dick mit Clotted Cream und Marmelade bestrichen werden. Falls ihr euch jetzt fragt, was Clotted Cream ist, dann findet ihr die Antwort hier. Sie ist relativ einfach selbst zu machen, z.B. nach diesem Rezept.

Wenn ihr zum Selbermachen zu wenig Zeit habt (ich gestehe, ich war faul), dann könnt ihr in München original Clotted Cream aus England in der Sconery in den 5 Höfen erstehen - allerdings zu einem sehr stolzen Preis für eine kleine Portion! Im Kaufhof am Marienplatz gibt es auch Clotted Cream im Glas für die Hälfte, da habe ich aber noch nicht probiert, wie sie schmeckt. Im Zweifel werde ich sie das nächste Mal tatsächlich selber machen.



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Lesestoff fürs Wochenende

Das laufende Wochenende war recht ereignisreich: Ich durfte meinen zweiten Kurs an der Volkshochschule München halten, zudem hatten wir das Glück, am Samstag wieder einmal an einem Vinaldi Supperclub teilnehmen zu dürfen. Jetzt heißt es, ab aufs Sofa und relaxen - mit den Fundstücken der Woche.

  • Über einen der englischsprachigen Foodblogs in meinem Feedreader bin ich auf das Konzept von "Salt raised bread" gestoßen. Dieses traditionelle amerikanische Brot aus den Appalachen wird ohne Hefe gebacken - ich weiß nicht, ob es auf deutscher Seite ein ähnliches Rezept gibt, finde die Idee aber sehr interessant.
  • Bei Gourmandises Végétariennes gab es ein Grundrezept für Gnocchi. Zusammen mit dem Mann meines Herzens habe ich mich erst einmal an hausgemachten Gnocchi versucht, was damals ein ziemliches Fiasko war. Vielleicht ist es an der Zeit, es nochmal zu versuchen...
  • In der Münchner Au findet wieder die traditionelle Auer Dult statt - Zeit, den Geschirrschrank aufzufüllen und Küchenzubehör zu shoppen.

Irlandreise - Kulinarische Highlights

Wie ich in meinem letzten Post erzählt habe, war ich für eine Woche auf Urlaubsreise in Irland. Da ich dort einige Jahre gewohnt habe, verbindet mich vieles mit der grünen Insel. Bevor ich nach Dublin gezogen bin (und, ehrlicherweise, auch bevor ich von dort wieder weggezogen bin), hätte ich es mir nie träumen lassen, dass ich einmal so begeistert meinen Urlaub dort verbringen würde. Mindestens einmal im Jahr zieht es mich nach Irland; Freunde besuchen, durch die alte Nachbarschaft schlendern und ein paar Guiness zu trinken muss einfach sein.

Entgegen anderslautender Gerüchte hat Irland auch kulinarisch durchaus einiges zu bieten. Es gibt einige erstklassige Lokale, die traditionellen Zutaten zu neuem Glanz verhelfen, die Iren entdecken langsam Fisch und Meeresfrüchte abseits der üblichen "Fish and Chips" (Obwohl die auch sehr gut schmecken können!) und viele Pubs haben in den letzten Jahren entdeckt, dass es sich lohnen kann, den Besuchern eine Auswahl jenseits des üblichen Barfoods anzubieten. Zwei Dinge treffen allerdings immernoch zu: Für Festlandeuropäer ist es recht teuer, in Irland essen zu gehen, und es ist selbst beim Asiaten keine Schande, sich zu seinem Essen noch ein paar Fries zu bestellen - Iren lieben halt ihre Spuds beziehungsweise Kartoffeln.

Anbei ein paar Fotos von leckeren Gerichten, die wir in Irland gegessen haben:


Homemade Granola mit frischen Früchten

Krabbensalat mit Dill aus Clonakilty

Geröstetes Brot mit Ziegenkäse und Chutney

Meeresfrüchte Pie aus Clonakilty

Vegetarische Calzone Pizza mit Salat

Reuben Sandwich vom Food Market in Cork

Italienisches Sandwich mit Brokolisuppe

Meeresfrüchte Chowder mit selbstgebackenem Soda Bread

Ein frischer Scone mit Sahne und Marmelade

Burger No 1 mit hausgemachten Fries

Pasta mit toskanischer Wurst bei Dunnes & Crescenzi (Meiner Meinung nach der beste Italiener in Dublin)

Fish and Chips, gegessen mit Meeresblick auf der Dingle Halbinsel

Seafood Pasta in Dingle (Das Bild gereicht dem Gericht nicht zur Ehre, es war gigantisch)

White Chocolate Cheesecake

Salat mit roter Beete und Ziegenkäse

Indisch im vegetarischen Restaurant Govinda in Dublin

Poached Eggs und Portobello Pilze

Scone No 2

Burger No 2

Fish and Chips, diesmal mit Kräuterkruste

Getoastetes Brot mit Knoblauch Scampi

Irish breakfast, in der vegetarischen Variante

Tee - muss auch sein

Das ultimative Frühstück: Ein Riesenomelette mit Fries für den Herrn

Burger No 3


Lesestoff fürs Wochenende

Diese Woche war ich unterwegs - ein kulinarischer Bericht zu unserem Urlaub folgt noch. Deswegen gibt es hier an dieser Stelle anstatt der üblichen Links nur ein paar Instagram Eindrücke dieser Woche auf der Emerald Island (Auf Instagram findet ihr mich unter www.Instagram.com/soulfoodgiesing)

Schneller und veganer Linsensalat mit frischem Gemüse

Manchmal muss es schnell gehen - so wie bei diesem Linsensalat. Ich kam hungrig vom Sport nach Hause und hatte noch einige Reste aus der Biokiste im Kühlschrank. Dazu ein leckeres Dressing und eine Dose mit gekochten Linsen, fertig war das Abendessen (Auch zum Mitnehmen ins Büro am nächsten Tag blieb noch genug übrig).

Linsensalat mit frischem Gemüse


Veganer Linsensalat mit frischem Gemüse


- 1/2 Salatkopf
- 1 Dose mit gekochten Linsen (Habe ich für Notfälle immer im Küchenschrank)
- 1 Karotte
- 1 kleine Zwiebel, gehackt
- 3 Tomaten, in Stücke geschnitten

Dressing:
- 2 EL Leinöl
- 1 EL Bärlauchsenf
- 2 EL heller Balsamicoessig
- 1 TL Agavensirup
- Salz & Pfeffer

Gemüse und Salat waschen, kleinschneiden und in einer Schüssel mixen. Dose mit Linsen öffnen und diese in einem Sieb etwas abtropfen lassen. Die Zutaten fürs Dressing mixen. Alles zusammenmischen - und fertig!



Lesestoff fürs Wochenende

Kurz und schmerzlos - hier die Links und Fundstücke, die ich diese Woche besonders bemerkenswert fand:

  • Gerichte, die in einer Tajine zubereitet werden, sind seit einiger Zeit besonders angesagt. Leider sind Tajinen auch recht teuer. Glücklicherweise habe ich für mich eine Art "Billigvariante" gefunden - wenn man die Gerichte nur im Ofen, nicht aber auf dem Grill oder in einer Holzkohleglut, zubereiten möchte, dann tut es auch ein altmodischer Römertopf*! Die sind zwar neu auch nicht ganz günstig, aber da meine Eltern in den 70er Jahren geheiratet haben, stand bei uns noch ein orginalverpackter Römertopf im Retro-Design unbenutzt auf dem Dachboden, der inzwischen seinen Weg nach München gefunden hat (Der Topf, nicht der Dachboden). Jetzt muss ich nur noch Salzzitronen einlegen, dann steht der Zubereitung dieses tollen Gerichts vom Magentratzerl nichts mehr im Wege: Tajine mit neuen Kartoffeln, Salzzitronen und Oliven 
  • Beim Bento Lunch Blog habe ich ein einfaches aber sehr interessantes Rezept für gebratene Avocado mit Sojasauce gefunden - das muss bald mal ausprobiert werden!
  • Last but not least: Die einfachsten Sachen sind manchmal doch die besten - so wie diese veganen Toast-Rezepte von Oh She Glows. Sobald wieder mal eine Lücke im Gefrierfach frei ist, belege ich diese mit einer Packung Toastbrot!

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Veganer Couscous Salat mit frischen Kräutern

Nachdem es jetzt wieder wärmer ist, war es mir diese Woche nach einem schönen frischen Salat. Da derzeit auch meine Kräuter auf dem Balkon in voller Pracht stehen, habe ich mich deshalb von einem Rezept auf Pinch of Yum inspirieren lassen und mit den vorhandenen Zutaten meine eigene Version erschaffen. Der Salat ist sehr einfach zuzubereiten und sicher ein gutes Mitbringsel für jede Grillparty und jedes Picknick. Im Kühlschrank hält er sich ein paar Tage.


Veganer Couscous Salat mit frischen Kräutern


Rezept für den veganen Couscous Salat mit frischen Kräutern


2 Tassen Couscous
10 Salatblätter, in Streifen geschnitten
2 Karotten, fein gewürfelt
5 Snacktomaten, in Spalten geschnitten
1 handvoll frischer Gartenkräuter, gehackt (Bei mir waren es Basilikum, Petersilie, Koriander, Minze und Thymian)
2 kleine Zwiebeln, fein gehackt
1 Dose Kidneybohnen, abgetropft

Für das Dressing:
1/2 Tassen Leinöl
3 Eßlöffel warmes Wasser
1 große Zehe Knoblauch
2 Zitronen
1 Tl Agavendicksaft
Salz, Pfeffer und Chiliflocken

Zuerst wird der Couscous mit genügend Wasser gekocht - besser ist es, wenn man das einige Zeit vor der Zubereitung des Salates tut, also z.B. am Morgen, wenn man Abends den Salat machen möchte.


Gekochter Couscous beim Abkühlen

Dann presst man die Zitronen aus und mixt mit dem Zauberstab alle Zutaten für das Dressing zusammen - Dressing bis zur Verwendung kühlstellen.

Für das Fertigstellen des Salates einfach alle frischen Zutaten zu dem Couscous geben, das Dressing unterrühren und den Salat dann noch einmal abschmecken. Voilá!

Nochmal der fertige Salat - Lecker!

Lesestoff fürs Wochenende

Und wieder ist eine Woche vorbei - im Moment verfliegt der Sommer wirklich rasend schnell, bald sind auch in Bayern Sommerferien und die Tage werden schon wieder kürzer. Zeit, mal einen Moment innezuhalten, durchzuatmen und den Moment zu genießen. Anbei ein paar Links für interessante Lesemomente:

  • News aus Giesing: Das Cafe Schulz, das vor kurzem in der Werinherstraße in Obergiesing eröffnet hat und das ganz weit oben auf meiner "Muss-ich-unbedingt-bald-besuchen"-Liste steht, hat jetzt einen eigenen Facebook Auftritt: https://www.facebook.com/cafeschulz (Grade habe ich gelesen, dass es dort wohl auch New York Cheesecake gibt - die Sache hat neue Dringlichkeit bekommen!)
  • Bei Magentratzerl gibt es ein Rezept für Mattar Paneer Francisi – Erbsen-Käse-Auflauf. Das interessanteste dabei ist, dass auch ein Rezept enthalten ist, Paneer Käse selbst herzustellen. Da ich ein großer Fan von Gerichten mit Paneer bin und die Zubereitung des Käses nicht allzu schwer scheint, werde ich mich demnächst vielleicht einmal dran machen.
  • Grillen ist ja eine sehr trendige Beschäftigung für Jung und Alt im Sommer. Da wir leider auf unserem Balkon nur mit Elektrogrill grillen dürfen, hält sich das Vergnügen für mich und den Liebsten leider in Grenzen - sollte allerdings irgendwann mal in irgendeinem Garten mein eigener Weber-Luxusgrill stehen, dann werde ich sicher noch einmal auf diese geniale Infografik von Cool Infographics zurückgreifen, die zeigt, wie man einfach alles auf einem Grill richtig kocht: Hack your grill!




Bananabread - gebackenes Bananenbrot

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade daraus - ein bekanntes Sprichwort. Ein etwas weniger bekanntes Sprichwort, das genau so wahr ist, lautet: Wenn das Leben dir braune Bananen gibt, dann backe Bananenbrot. Dieses leckere und fluffige Bananenbrot habe ich durch meine ehemalige Mitbewohnerin aus den USA kennengelernt, die erstens ständig Lebensmittel vergaß und zweitens recht gut backen konnte.

Sollte euer Obstkorb also demnächst mal so aussehen:

Bananen. Leicht überreif.
dann wisst ihr, was ihr zu tun habt. Das Bananabread gelingt auch absoluten Backanfängern, ist schnell zu backen und hält sich im Kühlschrank einige Tage.

 

Rezept Bananenbrot


1 Tasse Butter oder Margarine
1,5 Tassen Zucker (Wer es sehr süß mag, nimmt mehr)
4 Eier
1/4 Tl Salz
2 TL Backpulver
4 Tassen Mehl
6 reife, braune Bananen
1 Tasse Walnüsse (Normalerweise nimmt man Pecan Nüsse, die hatte ich aber nicht)

Zuerst wärmt man den Ofen auf 160 Grad vor, bestreicht eine große Kastenform mit Butter. Dann  rührt man die Butter und den Zucker cremig, gibt die Eier eins nach dem anderen dazu und rührt diese unter. Die trockenen Zutaten mischt man in einer zweiten Schüssel zusammen und gibt diese zur Butter-Zucker-Eier Mischung. Danach werden Bananen und Nüsse gehackt und untergemischt.

Der Teig kommt in die Backform und diese dann für 75 Minuten in den Ofen. Vor dem Herausnehmen kann man noch mit einem Zahnstocher testen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Profitipp: Gut schmeckt der Kuchen auch mit einer dicken Schicht Schokolade darauf.

Das fertige Bananabread



Lesestoff fürs Wochenende

Nachdem mich diese Woche eine ziemlich hartnäckige Nebenhöhlenentzündung im Griff gehalten hat (Und wem mache ich was vor, die Woche DAVOR auch schon - so bekomme ich wenigstens das Bonusheftchen von meiner Apotheke voll), hatte ich recht viel Zeit, um im Internet zu surfen und interessanten Geschichen und Rezepte aufzustöbern:

  • Auf dem Bento Lunch Blog gab es einen interessanten Grundsatzartikle zum Thema "Reis im Reiskocher kochen" - zugegebenermaßen besitze ich bereits einen Reiskocher und koche auch öfters Reis damit, allerdings habe ich mir jetzt vorgenommen, zukünftig nicht mehr so faul zu sein und doch mal den Reis vor dem Kochen zu waschen. Ehrlich. 
  • Nicht mehr ganz so neu ist dieser Artikel über Seitan, allerdings bin ich für meine Foodprojekte ja noch auf der Suche nach einem guten Basisrezept, um Seitan herzustellen und die Sachen, die dann mit dem Seitan angestellt werden, sehen auch sehr lecker aus.
  • Fasziniert und neugierig gemacht hat mich das Schland-Eis auf dem S-Küche Blog. Leider ist unser Gefrierfach immer chronisch überbelegt aber vielleicht bin ich ja mal irgendwan erwachsen und besitze sowas wie eine Gefriertruhe...

Foodprojekte 2014 - Selbstgemachte und vegane Thai Curry Paste

Ich bin ein großer Fan der thailändischen Küche. Doch obwohl ich relativ häufig asiatisch koche und auch schon an mehreren (!) Thai-Kochkursen teilgenommen habe, griff ich bisher beim Zubereiten eines Thai-Currys immer auf die bewährten Fertigpasten aus dem Asialaden zurück.

Da Curry Pasten jetzt aber nicht sooooo schwierig herzustellen sind und man bei eigener Herstellung auch sicher sein kann, nicht irgendwelche Zusatzstoffe oder, falls nicht gewünscht, tierische Bestandteile in der Paste zu haben, landete das Projekt Curry Paste auf meiner Projektliste für 2014. Nun bin ich ja mit dieser  Projektliste etwas hinterher, da trifft es sich ganz gut, dass FoodFreak ein Blogevent zu genau diesem Thema ausgerufen hat, ich erschlage hier also mit meiner veganen grünen Thai Curry Paste mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die Paste war übrigens "relativ" mild, da der Mann des Hauses nicht sooo viel scharf verträgt.



Zutaten Grüne Curry Paste (Ergibt Paste für ca. 3 Currys)

 

  • 3 mittelgroße grüne Chilischoten
  • 3 kleine grüne Chilischoten (Wer es schärfer mag, nimmt mehr)
  •  1 TL salz
  • die abgeriebene Schale einer (Bio-)Limette
  • 5 kleine Thai Schalotten
  • 1 Zweig Zitronengras, kleingeschnitten
  • 1 daumengroßes Stück frischer Galgantwurzel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 Korianderwurzeln
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriandersamen, geröstet
  • 1 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 10 Pfefferkörner
  • 1 TL Kurkuma

 

Einige der frischen Zutaten für die Curry Paste

Zuerst habe ich die Zutaten vorbereitet: Alles gewaschen, den Knoblauch und die Schalotten geschält, die Limettenschale gerieben und Chilis, Galgant, Zitronengras und Korianderwurzeln kleingeschnitten. Vor allem beim Zitronengras und beim Galgant ist das kleinschneiden recht wichtig, da die sehr hart sind - im unteren Bild sieht man, dass ich diesen Rat nicht befolgt habe, mein Zerkleinerer hatte daraufhin ziemlich zu kämpfen.


Frische Zutaten im Mixer

Danach habe ich zunächst die frischen Zutaten gemixt. Empfindliche tragen hier, da es doch recht viel Chili ist, besser eine Schwimmbrille, falls vorhanden - es ist auf jeden Fall keine gute Idee, nach dem Mixen sofort die Nase an die Paste zu halten. Just saying.


Kochzubehör

Danach habe ich die "trockenen" Zutaten, also Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kurkuma, Koriandersamen und Kreuzkümmel zugegeben und alles so lange gemixt, bis eine schöne grüne Paste entstanden ist.


Grüne Thai Curry Paste im Mixer

Da einzelne Bestandteile relativ hart sind, hat es etwas länger gedauert, bis ich die gewünsche Konsistenz erreicht hatte. Abschmecken ist hier ja, anders als bei Chutneys und anderen Pasten, etwas schwierig, da die Thai Curry Paste ja vor allem eins ist: Scharf. Ich habe aber, wie oben erwähnt, eine etwas weniger scharfe Paste zusammengemixt (Wer sich unsicher ist, sollte erst mit weniger Chilischoten anfangen und sich dann steigern), von daher konnte ich, ganz vorsichtig, die Paste kurz testen.

Fertige Thai Curry Paste

Mit Gemüse, das sich noch im Kühlschrank befand, habe ich dann sofort den ersten Teil der Paste zu einem leckeren Curry verkocht, nach meinem bereits vorgestellten veganen Thai Curry Rezept. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend - nicht zu scharf aber mit sehr intensiven Aromen. Den Rest der Paste habe ich übrigens in kleine Beutel aufgeteilt und eingefroren.


Fertiges Thai Curry


Lesestoff fürs Wochenende

Auch wenn das Wochenende schon fast vorbei ist, habe ich mich entschlossen, eine neue Rubrik einzuführen: Links zu anderen Seiten und Blogartikeln, die mir unter der Woche so unterkommen. Seien wir ehrlich: bei vielen Rezepten denke ich mir "Tolle Sache", sie kommen aber zum Nachkochen eher nicht in Frage, weil sie zu fleischlastig, kompliziert und mit unmöglich zu bekommenden Zutaten ausgestattet sind (Oder, wie bei den meisten Kuchen und Torten, mir einfach nicht schmecken würden - Fondant, bäh!). Diese Rezepte möchte ich aber der Welt nicht vorenthalten, deswegen wird es jetzt immer hier eine Linksammlung mit den Highlights der Woche geben:

  • Erstes Highlight: Deviled Ostrich Eggs, also gefüllte Straußeneier, auf der Seite mit dem tollen Namen Dudefoods.com. Ich bin ein großer Fan von Eiern in jeder möglichen und unmöglichen Form, da ist ein so großes Ei natürlich ein absoluter Hingucker.
  • Da mich seit einiger Zeit das Haltbarmachen und Einlegen von Essen sehr interessiert (Siehe selbstgemachtes Kimchi hier), fand ich das Rezept für Pfannenwurst bzw Schwärchen von Anne ganz faszinierend. Hier treffen gleich mehrere Punkte zusammen: Die Pfannenwurst wird haltbar gemacht und darin werden auch Teile vom Tier verwendet, die in der normalen Küche nicht mehr unbedingt vorkommen. Da ich finde, dass, wenn schon Fleisch gegessen wird, dann auch bitte das ganze Tier gegessen werden sollte, ist das ein sehr interessanter Ansatz.
  • Durch das Internet geistert grade die wunderschöne Kommentarschlacht, die sich unter diesem Rezept für einen Regenbogen-Geburtstagskuchen mit eingebackenen Zahlen ergeben hat und die durchaus lesenswert ist. Ich möchte allerdings auch auf das regenbogenfarbene Backkunstwerk an sich hinweisen: Auch wenn es die Sorte Kuchen ist, die mir garantiert nicht schmecken würde und die mir auch viel zu aufwändig zu backen wäre, ist es doch vor allem ein absoluter Hingucker und wäre sicherlich das Highlight auf jedem Kindergeburtstag. Ich habe bereits letztes Jahr ein ziemlich mißglücktes, regretsy-würdiges Backexperiment mit Muffins in Regenbogenfarben hingelegt - sollte so aussehen, um genau zu sein - vielleicht versuche ich es dieses Jahr nochmal. Diesmal dann aber mit richtiger Backfarbe* und nicht der billigen aus dem Supermarkt, Zusatzstoffe hin oder her.

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Spargelzeit Serie - Vegetarisches Spargel Risotto

So langsam neigt sich die diesjährige Spargelsaison ihrem Ende zu - deswegen gibt es jetzt noch eines meiner persönlichen Highlights: Spargel Risotto. Das Rezept begleitet mich schon seit mehreren Jahren und stammte ursprünglich aus einer Essenszeitschrift, im Laufe der Zeit wurde es aber immer abgewandelt und angepasst. Ich liebe dieses Rezept weil es etwas raffinierter ist und man damit auch vor Gästen gut etwas angeben kann ;-)

Vegetarisches Spargelrisotto mit weißem und grünem Spargel

Insofern man den Käse weglässt oder durch Hefeflocken ersetzt und die Butter durch Olivenöl ersetzt, kann es auch leicht veganisiert werden.


Zutaten Spargelrisotto (Für ca. 4 Personen)


  • 1 kg weißen Spargel
  • 500-700 g grünen Spargel
  • Zitronensaft, frisch gepresst (Von ca. 2 Zitronen)
  • 1 großes Stück Parmesan, grob gerieben
  • 2 Tassen Reis (Normalerweise verwendet man für Risotto Arborio Reis, ich Ketzer habe dieses mal ungeschälten Naturreis verwendet)
  • Etwas Butter
  • 250 ml Weißwein
  • Salz & Pfeffer

Zuerst schält man den weißen Spargel und schneidet die holzigen Enden ab - unbedingt Schalen und Endstücke aufbewahren. Spargel in Stücke schneiden, dabei die Köpfe vom Rest trennen.

Spargel nach dem Schälen und Schneiden - Links Köpfe, Mitte Stangen, Rechts Schalen. Hinten "The Mentalist" ;-)

Die Spargelschalen und Endstücke in ca. 1,5 Litern Wasser ca. 20 min auskochen, bis eine wohlriechende Spargelbrühe entstanden ist. Brühe dann durch ein Sieb in einen anderen Topf abgießen, so dass die Schalen rausgesiebt werden.

Während die Brühe kocht, grünen Spargel waschen, danach die holzigen Enden abchneiden. Den Spargel wieder stückeln, wobei die Köpfe zu den Köpfen des weißen Spargels kommen - das sieht nachher im Risotto dekorativer aus. Da bei mir aufgrund der Qualität des Spargels relativ wenig grüner Spargel übrig blieb, sind noch ein paar grüne Blätter aus der Biokiste dazugewandert.

Grünen Spargel in einer Pfanne kurz anbraten und dann mit dem Pfannendeckel abdecken und kurz durchgaren lassen. Grünzeug anschließend mit dem Zauberstab mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu einer grünen Paste pürieren.

Wenn die Spargelbrühe fertig ist, kann mit dem eigentlichen Risotto begonnen werden: Ein Stück Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und den Reis darin kurz anbraten, bis er glasig ist. Mit etwas Spargelbrühe und dem Weißwein ablöschen.

Jetzt beginnt der meditative Teil: Suppenkelle für Suppenkelle die Brühe unter den Reis geben und diesen unter ständigem Rühren kochen (Flüssigkeit nach Gefühl dazugeben, ich habe gestern von den 1,5 Litern Brühe bis auf 2-3 Kellen Flüssigkeit alles verbraucht) . Nach ca. 20-25 min den weißen Spargel dazugeben, kurz vor Fertigstellung des Risottos noch die Spargelköpfe unterheben. Hat das Risotto seine gewünschte Konsistenz erreicht, wird der Käse sowie die Paste vom grünen Spargel untergehoben und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Risotto auf Teller aufteilen und vielleicht noch mit ein paar Parmesanspänen bestreuen.

Bon Appetit!

Das Endprodukt vor dem Servieren

 

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