Traditionelles Thanksgiving Dinner Menüplan

Als jahreszeitliches Thema für ein Essen mit Freunden wünschte sich mein Freund letztens ein traditionelles amerikanisches Thanksgiving Dinner, das wir dann zusammen vorbereiteten (Ausnahmsweise gab es hier auch mal Fleisch). Ob es jetzt ein 100% authentisches Thanksgiving Essen war, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber es hat zumindest sehr gut geschmeckt.


 Teller mit Thanksgiving Gerichten

Damit ich mich, falls es nächstes Jahr eine Wiederholung gibt, noch daran erinnere, was es alles gab, wie das alles gekocht wurde und welche peinlichen Fehler bzw. Irrtümer ich nicht wiederholen muss - und falls es da draußen jemanden gibt, der nach einem kompletten Menüplan für ein Thanksgiving Dinner sucht, das sich auch in Deutschland umsetzen lässt - habe ich mal das komplette Dinner aufgeschrieben:

1. Gebratene Truthahnbrust (In unserem Fall Putenbrust) mit Soße nach einem Rezept vom Foodnetwork
  • Unser Bruststück war 2,7 Kilo schwer und hätte locker für 5-6 Leute gereicht
  • Das Rezept hat wunderbar geklappt und lässt sich relativ einfach umsetzen, nur die Backzeit ist darin recht knapp bemessen, wir hatten ein recht großes Stück Putenbrust und waren nach einer Stunde nicht annähernd bei 70 Grad Kerntemperatur.
  • Da ich so gut wie nie Fleisch zubereite, war ein Fleischthermometer sehr wichtig - die Haut wurde recht schnell knusprig braun, während das Innere noch nicht die richtige Temperatur hatte, ich habe dann die Haut mit Alufolie abgedeckt und die Brust weiter garen lassen 
  • Ich habe getrocknete Lorbeerblätter benutzt
  • Das mit der Soße hat sehr gut geklappt, obwohl ich zu dem Zeitpunkt ob der langen Kochzeit der Truthahnbrust schon etwas hektisch war und kurz überlegte, ob wir aus Zeitgründen nicht darauf verzichten sollten. Als Alkohol für die Soße habe ich etwas No-Name Brandwein und Apfel Cider verwendet.

Die Truthahnbrust

2. Turkey Stuffing (Füllung) nach einem Rezept von Simply Recipes
  • Hier habe ich die Oliven und die Sellerie weggelassen, als Stock (Brühe) habe ich Putenfond im Glas verwendet
  • Zusätzlich habe ich noch getrocknete Cranberries dazugegeben
  • Je nach Größe des Brotlaibes reicht meiner Meinung nach ein halber Laib vollkommen aus

3. Roasted Garlic Mashed Potatoes - Kartoffelbrei mit Knoblauch, Rezept von Allrecipes.com
  • Hier habe ich Halb und Halb normale Kartoffeln und Süßkartoffeln verwendet, die Kartoffeln habe ich aus Zeitgründen schon einen Tag vorher gekocht
  • Rezept soll für 8 Portionen reichen, das ist nicht das gleiche wie für 8 Personen, vor allem wenn jeder mehrfach nimmt (Eigentlich logisch, war mir aber nicht so ganz klar)

 4. Rosenkohl in Balsamico Sauce nach einem Rezept von der Pioneer Woman
  • Die getrockneten Cranberries habe ich weggelassen
  • Auch die Sauce habe ich nicht eingekocht, ich habe einen ohnehin recht cremigen Balsamico Zuhause, den ich einfach so über den Rosenkohl gegeben habe

5. Cranberry Sauce, auch von der Pioneer Woman
  • Ich habe 2 Packungen Cranberries aus dem Supermarkt verarbeitet, allerdings war das viel zu viel, eine Packung hätte vollkommen gereicht
  • Das Rezept verlangt nach Granatapfel Saft, den ich im Supermarkt nicht finden konnte. Ich habe darum einen Smoothie aus dem Kühlregal benutzt, der Himbeeren und Granatapfel enthielt - das würde ich aber nicht mehr tun, sondern direkt Apfel oder Orangensaft verwenden
  • JA DA GEHÖRT SOVIEL ZUCKER REIN - wer glaubt, das besser zu wissen, kocht eventuell seine fertige Sauce nochmal mit mehr Zucker und O-Saft auf, weil sie sonst zu bitter ist...
  • Lässt sich ebenfalls gut am Vortag zubereiten

6. Grüne Bohnen in Tomatensauce, Rezept von Taste of Home
  • Hier habe ich die Reste des Putenfonds von der Füllung verwendet
  • Oregano hatte ich vergessen, dafür gab es noch einen extra Schuß Tomatenmark

7. Buttermilch Cornbread von Allrecipes.com
  • Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass Cornbread salzig sein würde und habe nicht nachgedacht, als das Rezept nach Zucker verlangte. Herausgekommen ist ein sehr gutes süßes Cornbread (Bäh, ich bin kein Freund von Süßspeisen)
  • In einem zweiten Versuch habe ich einfach den Zucker weggelassen und hatte dann eine salzige Version, die mir persönlich mehr zugesagt hat (Ich stand allerdings in der Debatte "Süß gegen Salzig" alleine da, dem Freund und den Gästen hat das süße Cornbread besser geschmeckt)
  • Auch das Cornbread habe ich einen Tag vorher gebacken
Cornbread (Salzig)


8. Als Nachtisch gab es noch Pumpkin Apple Muffins, Rezept von Allrecipes.com
  • Die "Streusel" habe ich weggelassen
  • Pumpkin Spice habe ich selbst mit Zimt, gemahlenem Ingwer, Nelken und Piment (Auf Englisch "Allspice") zusammengemörsert
  • Ich habe, da ich nicht wusste, was ich mit dem restlichen Pumpkin Püree hätte anfangen sollen, gleich die ganze Dose in den Teig gemischt. Die Muffins wurden daraufhin SEHR saftig. Beim nächsten Mal würde ich eventuell auch die anderen Mengen anpassen...
  • Die Menge Baking Soda kam mir recht niedrig vor, ich habe noch einen halben Teelöffel Backpulver zugegeben
  • Die Äpfel habe ich gewürfelt, würde sie aber beim nächsten Mal raspeln. Geschmacklich waren die Muffins toll, optisch eher nicht so.
Muffins - wie gesagt, optisch nicht so der Knüller

Erleichtert wurde mir das Kochen und Backen durch die Tatsache, dass ich bereits ein Meßbecher Set mit amerikanischen Maßen (1 Cup, 1/2 Cup usw.) besitze - ansonsten sollte man die Standardmaße kurz umrechnen und aufschreiben. Auch sollte man bei den Temperaturen beachten, dass diese meistens in Fahrenheit angegeben sind und in Celsius umgerechnet werden müssen - dazu genügt es, bei Google den Suchbegriff "xx Fahrenheit to Celsius" einzugeben.

An Getränken gab es Wasser und Rotwein, als Aperitif haben wir Mimosa Cocktails (in Deutschland unter dem wesentlich weniger eindrucksvollen Namen "Sekt-Orange" bekannt) serviert.


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